Ungarn ist ein schönes, lebenswertes und sicheres Land – diese Überzeugung teilten sicher alle Akteure im Tourismus. Mit der jetzt verabschiedeten Strategie aber werde das Land seinen wohlverdienten Platz im globalen Tourismusgeschäft besetzen, meinte Orbán. Er lobte die Formulierung in der Strategie, wonach der Tourismus die Geschichte Ungarns erzähle. „Seit 2010 haben wir den Glauben an uns zurückgewonnen, glauben daran, dass Ungarn einer der schönsten Plätze der Welt ist, und dass wir Ungarn erfolgreich in der modernen Welt sein können“, sagte der Premier. Die direkt für die Tourismusentwicklung im Staatshaushalt bereitgestellten Mittel verdreifachten sich seit 2010 auf 21 Mrd. Forint, im kommenden Jahr werden es aber sogar 53 Mrd. Forint sein. Der Anteil der Tourismusbranche am BIP soll von zuletzt 10% bis 2030 auf 16% gesteigert werden, die Zahl der Mitarbeiter von 364.000 auf 450.000. Die drei Hauptgebiete sollen Sport-, Kultur- und Gesundheitstourismus sein, zählte Orbán auf.

Der Generaldirektor der Ungarischen Tourismusagentur (MTÜ), Zoltán Guller, bezeichnete die neue Strategie als das „große Buch“ der Branche. Seit dem vor anderthalb Jahren bestimmten Paradigmenwechsel sei das Jahr 2030 ein Leitfaden; das Programm werde fortan mit Schweizer Präzision und ungarischem Schneid umgesetzt. EU-Kommissar Tibor Navracsics sieht eine große Chance im „europäischen Jahr des kulturellen Erbes 2018“, die österreichische HOTREC-Präsidentin Susanne Kraus-Winkler bestätigte, der europäische Tourismus wachse doppelt so schnell wie andere Branchen.

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