Präsident Dr. Peter Spary konnte sich nicht nur über viele Mitglieder freuen, die der Einladung Folge geleistet hatten, sondern auch über Staatssekretärin Andrea Milz aus der Staatskanzlei in Düsseldorf, wo sie unter anderem für Sport und Ehrenämter zuständig ist. In Ihrem Grußwort betonte sie, dass das Potential des Ehrenamtes in Deutschland noch immer unterschätzt wird und dass der Ehrenamtler – egal was er macht – immer gewinnt. Sie lobte das ehrenamtliche Engagement der Deutsch-Ungarischen-Gesellschaft und sah dies als ein gutes Beispiel für ehrenamtliches Engagement im Rahmen der Völkerverständigung. Mit einem Bildband von ungarischen Straßen heute und im Revolutionsjahr 1956 fotografiert, bedankte sich Dr. Spary bei der Staatssekretärin.

In seinem Rechenschaftsbericht ging der Präsident dann auf die Tätigkeit der Gesellschaft in den letzten zwei Jahren ein und betonte, dass man mit 55 Veranstaltungen in Bonn, Berlin und Budapest ein überaus ehrgeiziges und erfolgreiches Programm absolviert habe. Immer wichtiger würden jedoch auch die Impulse, welche man ganz gezielt auch an andere Gesellschaften im Deutsch-Ungarischen Bereich abgeben könne. Die DUG versteht sich hier auch als Dachverband und als Dienstleister, ohne jedoch die Selbständigkeit anderer Gruppierungen in Frage zu stellen. Schatzmeister und Staatssekretär a.D. Friedhelm Ost konnte den Mitgliedern ebenso erfreuliche Zahlen vorlegen wie die Rechnungsprüfer, worauf dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt wurde.

Bei den dann anstehenden geheimen Wahlen wurde Präsident Dr. Peter Spary einstimmig in seinem Amt bestätigt. Die hohe Zustimmung der Mitglieder mit der Arbeit des Präsidiums wurde auch daran deutlich, dass in geheimer Abstimmung auch die übrigen Mitglieder alle mit Ergebnissen von mehr als 95 Prozent Zustimmung wiedergewählt wurden.

In einem anschließenden Festvortrag unter dem Motto „Deutschland und Ungarn – neue Impulse für Europa“, ging der ehemalige Landtagsvizepräsident von NRW, Dr. Gerhard Papke, detailliert auf die Rolle Ungarns ein. Er betonte, dass für ihn auch als FDP-Politiker der Aufstand von 1956 ein ganz besonderes Ereignis sei. Er zeigte sich tief berührt von der Begegnung mit Zeitzeugen im vergangenen Jahr. Er unterstrich, dass Freiheit nicht selbstverständlich sei, für viele Schüler sind die Vorgänge aus den Jahren vor 1989 nur noch Geschichte. Er betonte, dass die Vielfalt Europas auch dessen Charakter ausmache und kritisierte die fehlende Transparenz in den europäischen Entscheidungsprozessen. Er appellierte an alle, Impulse aus der ungarischen Sicht einmal ernster zu nehmen und die Politik der EU kritisch zu hinterfragen – auch wenn dies nicht allen deutschen Parteien gefallen würde.

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