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Kritik aus unerwarteter Richtung

Diese Einschätzung stammt nicht etwa von der ungarischen Opposition, sondern von Tibor Navracsics, eben jenem Fidesz-Politiker, der zwischen 2010 und 2014 stellvertretender Ministerpräsident war und seit 2014 EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport ist. Befragt von Hír TV, einem TV-Sender aus dem Orbit des Ex-Fidesz-Oligarchen Lajos Simicska, sagte Navracsics wörtlich: „Ich halte dies eher für ein Element des bevorstehenden Wahlkampfes.“ Innerhalb der EU-Kommission sei ein sogenannter Soros-Plan kein Thema und auch in der Aufgabenliste der Kommission fände sich kein Anhaltspunkt dafür.

István Ujhelyi, EU-Abgeordneter der sozialistischen MSZP, will es genau wissen: In einer schriftlichen Anfrage an Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker fragte der ungarische Politiker unter anderem, ob es wahr sei, dass die EU die Obergrenze für die Flüchtlingsquote aufheben wolle, und dass jeder Migrant in Ungarn neun Millionen Forint erhalten solle. Weiterhin wollte Ujhelyi wissen, ob die EU tatsächlich plane, jährlich eine Million Migranten in Europa aufzunehmen.

Als Reaktion auf die erhaltene Anfrage konstatierte Juncker, dass man die neuerliche Nationale Konsultation der Orbán-Regierung mit großer Aufmerksamkeit verfolge. Binnen weniger Tage werde der EU-Abgeordnete Ujhelyi die Antworten auf seine Fragen erhalten. Sollten diese negativ ausfallen, ist es aus Sicht des MSZP-Politikers bewiesen, dass es keinen sogenannten „Soros-Plan“ gibt.

Worum geht es hier eigentlich?

Auch im Inland ist man auf den Plan gespannt. Die frisch gekürte Ministerpräsidentschaftskandidatin der grünen LMP, Bernadett Szél, teilte am Wochenende via Facebook mit, sie wolle mittels einer Akteneinsicht nach dem Informationsfreiheitsgesetz Zugang zum „Soros-Plan“ erhalten. Denn die Regierung müsse schließlich etwas Konkretes in der Hand haben, so ihre Begründung, „worüber konsultieren wir sonst?“ In einem späteren Kommentar betonte Szél, dass sie das keinesfalls als Scherz meine.

Eine andere Datenabfrage war bereits erfolgreich: Der Investigativblog Átlátszó forderte (und erhielt) eine Angabe über Ausgaben des Staates für Regierungsinformationskampagnen. Zwischen April und Juli verschlangen die Kampagnen „Lasst uns Brüssel stoppen“ und „Wir dürfen nicht zulassen, dass Soros am Ende lacht“ zusammen insgesamt 7,2 Milliarden Forint. Besonders heikel: Die zu Orbáns Vertrauten Lőrinc Mészáros gehörende Werbefirma Mediaworks erhielt das größte Stück des Kuchens. Mit knapp 2,2 Milliarden Forint, merkt der Investigativblog an, lachte am Ende zumindest Mészáros.

Weitere Reaktionen

Keineswegs überraschend löste die Konsultation nach Bekanntwerden fast umgehend die unterschiedlichsten Reaktionen aus: Allen voran wunderte sich die unter anderem für die Europaausgabe des renommierten Politico-Magazins tätige ungarische Journalistin Lili Bayer über die erneute Kampagne. Sie twitterte: „Am 26. September 1920 verabschiedete das ungarische Parlament das erste antijüdische Gesetz. September 2017: eine staatlich finanzierte antisemitische Kampagne.“ Der internationale Sprecher der Regierung, Zoltán Kovács, antwortete mit einer Meme aus der Cartoonserie South Park, die die Aufschrift trägt: „Drogen sind schlecht, okay?“ Bayer zeigte sich darüber (ebenfalls auf Twitter) fassungslos: „Ich finde keine Worte. Der Sprecher der ungarischen Regierung beschuldigt mich öffentlich des Drogenkonsums, weil ich über Politik twittere.“

Etwas mehr als Überraschung äußerte auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Denn in Aussage Nummer 5 des Fragebogens zur Nationalen Konsultation, genauer gesagt in der dazugehörigen Erklärung heißt es, Amnesty International hätte nicht nur wiederholt die Freilassung des durch den ungarischen Staat verurteilten Ahmed H. gefordert, sondern verlange auch noch Schadensersatz für ihn. All dies, so die Erklärung, weil Amnesty International eine „Soros-Organisation“ ist.

Die international operierende Organisation reagierte umgehend. Zum einen sei man verwundert, wie man überhaupt zum Thema der Konsultation geworden sei, zum anderen sei die Behauptung der Regierung schlicht nicht wahr: „Amnesty International hat von Anfang an den Straftatbestand des Terrorismus im Fall von Ahmed H. angezweifelt. Während des Verfahrens gab es denn auch keinerlei Anhaltspunkte oder Beweise für diese Annahme. Die Behauptung, Amnesty International würde Schadensersatz vom ungarischen Staat fordern, ist zudem eine lächerliche Lüge.“

Zweifel an der Validität der Befragung

Tatsächlich enthält die neuerliche Konsultation keine konkreten Fragen mehr, sondern vielmehr vage Behauptungen. Deren Wahrheitsgehalt untersuchte das Nachrichtenportal index.hu – und kam zu einem vernichtenden Urteil. Auch das methodische Vorgehen wirft erneut Fragen auf. Schon bei vorangegangenen Konsultationen wurde die Transparenz der gewonnenen Daten kritisiert. Denn obwohl die Regierung Zahlen darüber bekannt gab, wie viele Fragebögen ausgefüllt wurden, waren diese keineswegs zuverlässig oder gar das Ergebnis einer unabhängigen Zählung.

Auch einer gezielten Manipulation ist aufgrund fehlender Sicherheitsmechanismen Tür und Tor geöffnet: Wie ein kurzer Test der Budapester Zeitung ergab, ist es nach wie vor möglich, die Onlineversion der Konsultation beliebig häufig und mit vollkommen imaginären Daten auszufüllen. Doch auch ein Blick auf die Fragen zeigt, hier geht es nicht um die Stimme des Volkes, sondern um Stimmungsmache vor dem Wahlkampf. Die Regierung, so scheint es, hat nach wie vor keine besseren Inhalte für den Wahlkampf gefunden und konzentriert sich daher lieber auf bewährte Feindbilder.

Sechs Aussagen und ein Ziel: Die neuerliche Nationale Konsultation soll die Bürger auf die anstehende Parlamentswahl einstimmen. (Foto: Facebook / Magyarország Kormánya)

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