Das „Budapest Music Center“ (BMC) ist eines der modernsten Konzertgebäude in der ungarischen Hauptstadt, und so kamen die rund 255 Gäste – darunter Botschafter, Politiker, Direktoren anderer Kulturinstitute sowie Vertreter der Presse – in den Genuss einer großartigen Akustik in einem der hellen und hochklassig ausgestatteten Musiksäle des Centers.

Glückwünsche

Die österreichische Botschafterin in Ungarn, Elisabeth Ellison-Kramer, eröffnete die Feierlichkeiten mit Worten des Grußes und natürlich des Glückwunschs an das ÖKF. Sie betonte, dass man in 40 Jahren an Reife und Weisheit gewinne, was auch im Falle des Forums deutlich zu sehen sei.

Auch die Botschafterin und Leiterin der Abteilung Kultur im österreichischen Außenministerium, Frau Dr. Teresa Indjein, überraschte mit einer Begrüßungsrede, die sie – obwohl sie die ungarische Sprache nach eigener Aussage gar nicht beherrscht – sogar auf Ungarisch verlas. Indjein hob die Werte Mitteleuropas hervor, die der ungarisch-österreichischen Freundschaft zugrunde lägen und die Europa zu einem Ort machen würden, in dem alle gern leben.

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Im Anschluss ergriff Zoltán Balog, ungarischer Minister für Humanressourcen und einer der Ehrengäste des Abends, das Wort und verkündete feierlich, dass der 40. Geburtstag des Kulturforums der perfekte Anlass sei, um sich erneut Gedanken über das zu machen, was der eigene Anteil an der Freundschaft zwischen Ungarn und Österreichern sei. Oft, so Balog, seien die Ungarn für die Identität der Freundschaft verantwortlich, die Österreicher hingegen für die gute Kommunikation.

Partner, die sich ergänzen

Das eine könne nicht ohne das andere funktionieren, denn, so Balog: „Ohne zu wissen, wer ich bin, kann ich nicht kommunizieren.“ Der Minister betonte erneut, dass Ungarn und Österreicher zusammengehören. Auch der Galaabend im BMC sei ein Symbol für die Verschmelzung beider Seiten. Für den weiteren Abend wünschte er allen Anwesenden eine ausgewogene Balance zwischen Identität und Dialog.

Der Höhepunkt des Abends war jedoch die Musikeinlage: Die Lungauer Big Band unter musikalischer Leitung des Bandgründers Horst Hofer und die Komponistin und Sängerin Ángela Tröndle lieferten eine Vorstellung ab, die das Publikum zum Mitwippen einlud. Die eingängigen Melodien entführten zu einem Ausflug in die scheinbar exotische Welt der Jazzmusik.

19-fache Leidenschaft

Die 19-köpfige Big-Band, bestehend aus Trompeten, Bass, E-Gitarre, Flügel und Synthesizer, Schlagzeug, Kontrabass, Posaunen, Tuben sowie Klarinetten, spielten jedoch keinen klassischen Jazz, sondern eine moderne Variante, die sich besser als eine Mischung aus gefühlvollem Jazz und knackigem Pop beschreiben lässt. Die „soulige“ und facettenreiche Stimme von Ángela Tröndle transportierte Emotionen, als sei sie ebenfalls ein Instrument.

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Mag. Regina Rusz, Direktorin des ÖKF Budapest, führte als Moderatorin zusammen mit Dolmetscher Péter Sulányi durch den Abend.

p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 5.0px; line-height: 8.6px; font: 8.5px Helvetica} In ihren Songs verarbeitet Tröndle Erinnerungen – beispielsweise aus ihrer Jugend in Österreich, die sie, wie sie betonte, auch mit dem ÖKF verbindet. Musikalische Steigerungen, plötzliche Abbrüche und erschreckend ehrliche Texte sorgten für scheinbar magische Momente bei den Musikern und auch bei den Zuhörern.

Songs wie „Flashback Moments“, „Second skin“ und „Conclusion in a flat“ waren Teil des Programms und zeigten in den Gesichtern der Band nichts als pure Leidenschaft und Liebe für die Musik – und ließen Geschichten vermuten, die sich hinter jedem einzelnen der Musiker verbergen. Die Lieder wurden lichttechnisch abwechslungsreich untermalt. Die Echtheit und der Spaß kamen beim Publikum an – und wurden am Ende mit großem Applaus belohnt.

Konversation

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