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Nachfragesituation führt zu extremen Lohnsprüngen

Die extremen Lohnsprünge wurden auch durch die stetig hohe Nachfrage nach Arbeitskräften bedingt; im Vorjahr beispielsweise nahm die Beschäftigung gegenüber 2015 um 3,4 Prozent zu. Diese Zahl halbiert sich auf Volkswirtschaftsebene Jahr für Jahr; im Wettbewerbssektor geht die Beschäftigungsdynamik verhaltener über 2,2 Prozent in 2017 und 1,6 Prozent in 2018 auf 0,6 Prozent in 2019 zurück. Weniger gerechtfertigt waren die Lohnentwicklungen – zumindest auf der Ebene der Volkswirtschaft – mit Blick auf die Produktivität, die zuletzt bestenfalls stagnierte. Hier ist für dieses Jahr mit einer Entspannung zu rechnen, wenn die Produktivität wieder um 1,5 Prozent zulegen könnte. Dieser Wert wird sich in der Folgezeit auf knapp drei Prozent nahezu verdoppeln.

Für die Erwerbslosenquote ist knapp unter vier Prozent sehr wahrscheinlich das Ende der Fahnenstange erreicht. Die MNB erwartet die Realeinkommen der Bevölkerung um 4-5 Prozent pro Jahr höher, ab 2019 jedoch einen moderateren Zuwachs. Die spezifischen Arbeitskosten in der Wettbewerbssphäre verteuern sich derweil in 2016/17 jeweils um 5-5,5 Prozent, in den Jahren 2018 und 2019 um knapp vier Prozent.

Lahmende Lokomotiven

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) erwarten die Experten der Notenbank weniger optimistisch als die Regierung und das Wirtschaftsressort für dieses Jahr bei 3,6 Prozent. In 2018 sollen es auch nur 3,7 Prozent sein, anschließend flaut die Konjunktur mit 3,2 Prozent bereits wieder ab. Allein 2017/18 kalkuliert die MNB demnach mit einer wirtschaftlichen Gesamtleistung, die rund 350 Milliarden Forint (gut 1,1 Milliarden Euro) bescheidener ausfällt, als von der Regierung angesetzt. Auswirken auf die im Frühling anstehenden Parlamentswahlen wird sich dies aber sicher nicht.

Angeheizt wird die Konjunktur in diesem Jahr durch Privatverbrauch und Investitionen. Dabei rechnet die MNB im Gegensatz zur Regierung nicht mit einer weiteren Dynamisierung des Privatverbrauchs, der im Vorjahr mit +4,9 Prozent zur Wachstumslokomotive aufstieg. Für 2017 werden bescheidener 4,6 Prozent angesetzt, in den Folgejahren sind es noch 3,8 und 3,0 Prozent. Die Investitionstätigkeit erlebte 2016 einen dramatischen Einbruch, weshalb das für dieses Jahr erwartete Plus von 16,2 Prozent nur statistisch spektakulär erscheint. Allerdings soll es auch 2018 noch zweistellig (dann um 11,1 Prozent) mit den Investitionen aufwärtsgehen, bevor 2019 mit 4,3 Prozent auch hier „Normalität“ einziehen dürfte. Die Nettoexporte haben schon im vergangenen Jahr nicht mehr zum BIP-Zuwachs beigetragen. Ganz im Gegenteil bremsen sie das Wachstum neuerdings aus, was leider auf Jahre Realität wird: Zwar bewegt sich die Dynamik der Ausfuhren immer noch um 6-8 Prozent, die Importe legen derweil jedoch um 7-9 Prozent zu. In der Folge fällt der Saldo der laufenden Zahlungsbilanz von über 5 Prozent am BIP auf 2-3 Prozent zurück.

Euro und Forint zu „stark“

Im Mittelpunkt des Inflationsberichts findet sich selbstverständlich die Lageeinschätzung zur Entwicklung der Verbraucherpreise. Der für Preisstabilität stehende Wert von 3 Prozent wird auf nachhaltige Weise der aktuellen Prognose zufolge im zweiten Quartal 2019 erreicht. Also weitere drei Monate später, als bislang erwartet. Dabei nähert sich die Teuerungsrate schon in den kommenden Monaten den besagten drei Prozent an, wie das zu Jahresbeginn schon einmal der Fall war. Dieser Trend ist aber nicht von Dauer: Zum Jahresende hin verlangsamt sich der Preisverfall erneut auf zwei Prozent. Dass die Prognosen nach unten korrigiert wurden, hat in erster Linie mit der geringeren importierten Inflation zu tun. Die wiederum speist sich aus dem robusteren internationalen Preisumfeld und dem über die Sommermonate hinweg relativ starken Forintkurs. Die EZB in Frankfurt hat zum Beispiel gerade mitgeteilt, ihr eigenes Inflationsziel auch 2019 nicht zu erreichen – Schuld sei der gegenüber dem Dollar kräftig erstarkte Euro.

Die schwungvoll steigenden Löhne haben den Privatverbrauch dynamisiert, was den Unternehmen wiederum mehr Spielraum in ihrer Preispolitik gewährt. Die administrativ verordneten Lohnerhöhungen und der angespannte Arbeitsmarkt sorgen für einen massiven Anstieg der Bruttolöhne in der Wettbewerbssphäre. Doch ebenso wie der Effekt des belebten Konsums auf die Inflation verhalten bleibt, kann derzeit auch von einer Lohnpreisspirale keine Rede sein. Zu viele Faktoren wirken in die entgegengesetzte Richtung; man denke nur an die sinkenden Abgaben der Arbeitgeberseite, die im einstelligen Bereich vereinheitlichte Körperschaftsteuer, die Zurückdrängung der Schattenwirtschaft und den auch längst durch wissenschaftliche Studien dargelegten Zusammenhang einer seit der Weltwirtschaftskrise geschwächten Korrelation zwischen Arbeitskosten und Preisen.

Dass der Teuerungsdruck von Seiten des Arbeitsmarktes verhalten bleibt, leiten die Notenbankexperten auch aus den Preistrends bei marktkonform angebotenen Dienstleistungen ab. In diesem Bereich war im bisherigen Jahresverlauf kein allgemeiner Preisauftrieb auszumachen. Die große Ausnahme bildete das Hotel- und Gastgewerbe. Der von der ungewöhnlich hohen Lohndynamik ausgehende Preisdruck bleibt auch in der Folgezeit verhalten, wofür die weiter sinkenden Abgabenlasten der Arbeitgeber sorgen sollen.

Schlechte Zeiten für Lohnbremser

Die Unternehmer müssen sich laut MNB-Prognose darauf einstellen, dass die Aktivitätsrate nicht mehr mit dem großen Schwung der vergangenen Jahre zunehmen wird. Allen Bemühungen der Wirtschaftspolitik zum Trotz kommen die ungünstigen demographischen Prozesse hier zunehmend zum Tragen. Da wirken jene 30.000 Personen, die aus den öffentlichen Arbeitsprogrammen auf den primären Arbeitsmarkt gelenkt werden sollen, wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Zumal mit diesen Arbeitskräften in der Regel nur Positionen für angelernte Kräfte besetzt werden können. Wegen der dynamischeren Lohnentwicklung hofft der fachliche Stab der MNB derweil, dass die Abwanderung hochqualifizierter Fachleute ins Ausland den Zenit überschritten haben dürfte.

Nachdem im vorigen November eine langfristige, zunächst auf einen Planungszeitraum von sechs Jahren ausgelegte umfassende Tarifvereinbarung getroffen wurde, dürfen die Arbeitnehmer bis 2019 mit einem Zuwachs ihrer Bruttolöhne um ungefähr ein Viertel rechnen. Die Arbeitgeber werden halbwegs auf dem Weg sinkender Abgaben entlastet, müssen aber einen Sprung der Arbeitskosten binnen drei Jahren um ein Fünftel einkalkulieren. Allerdings nimmt die Nachfrage nach Arbeitskräften angesichts des unverändert dynamischen Wirtschaftswachstums weiter zu. Das wird einer konservativen Lohnpolitik der Unternehmen nicht zuträglich sein, zumal die Erwerbslosenquote auf einem historischen Tiefstand angelangt ist, der sich kaum noch unterbieten lässt.

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