Die Ausstellungseröffnung beginnt mit einem Sektempfang und einer Begrüßungsrede des Generaldirektors. Interthal erzählt von der 25-jährigen Geschichte des Hotels, in dem die Unterstützung von Kunst und Kultur von Anfang an einen hohen Stellenwert einnimmt. Inzwischen, erklärt Interthal stolz, besteht die Corvinus-Sammlung aus Hunderten von Gemälden und Skulpturen ungarischer Künstler. Nun ist eine Zusammenarbeit mit der KOGART-Galerie entstanden, die auch von dessen Eigentümer, Gábor Kovács, in einer anschließenden Rede gewürdigt wurde.

Anfänge der Corvinus-Sammlung

Interthal erzählt von der Gründungszeit des Kempinski-Hotels, das 1992 als erstes 5-Sterne-Hotel in Budapest eröffnet wurde. Schon in dieser Anfangszeit begann das Hotel, Gemälde zu sammeln und in seinen Gängen und Suiten auszuhängen. Das Kempinski engagierte sich für die ungarische Kunst und investierte viel Geld in die Corvinus-Sammlung. Dieses Engagement für die Kunst sei damals für ungarische Hotels noch sehr ungewöhnlich gewesen. „Die Unterstützung von Kunst hat bei uns schon immer einen hohen Stellenwert eingenommen“, unterstreicht der Hoteldirektor. „Wir sind sehr zufrieden mit der Sammlung, die wir im Lauf der Zeit zusammengestellt haben.“

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Und die Ausstellung, die in der KOGART-Galerie hängt, kann sich wirklich sehen lassen. Sie trägt den Namen „Gems of the Corvinus Selection“ (dt.: „Juwelen der Corvinus-Sammlung“) und zeigt 40 einzigartige Gemälde zeitgenössischer ungarischer Künstler. „Wir betrachten diese Kunstwerke nicht als Investition, und wir bieten sie nicht zum Verkauf an“, so Interthal. „Weil es uns bei der Sammlung nicht ums Geld geht, können wir es uns auch leisten, unentdeckte Werke zu kaufen, deren Wert noch nicht absehbar ist.“ Auch unter den „Juwelen“ befinden sich Kunstwerke von weniger bekannten Künstlern. Einige ihrer Schöpfer waren sogar bei der Eröffnung zugegen.

Investition in ungarische Kunst

Die Corvinus-Sammlung ist inzwischen bereits so groß, dass nicht mehr alle Werke an den Wänden des Hotels Platz finden. „Es ist schade“, sagt Interthal, „dass einige der Werke keinen Platz im Hotel finden und deshalb im Lagerraum verstauben“. Deshalb habe man sich entschieden, eine Auswahl dieser Werke auszustellen. „Natürlich ist so eine Ausstellung sehr gut für das Image unseres Hotels —uns geht es aber auch darum, diese großartigen Beispiele ungarischer Kunst mit anderen zu teilen.“

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Der Leiter der KOGART-Galerie ist dankbar für die Entscheidung des Kempinski-Hotels, seine Kunst in Tihany auszustellen. Da in der Galerie hauptsächlich ungarische Kunst gezeigt wird, wobei der Fokus auf zeitgenössischer Kunst liegt, passt die Corvinus-Ausstellung gut in ihr Programm. Und auch viele der Gäste zeigen sich erfreut über die Ausstellung. Ein älteres Ehepaar, das demnächst selbst eine Galerie am Balaton eröffnen möchte, ist begeistert von der Unterstützung ungarischer Kunst: „Es gibt großartige ungarische Künstler. Leider haben viele Ungarn kein Geld, um sich Kunst zu kaufen. Und die meisten Unternehmen und Geschäftsleute, die wiederum das nötige Geld hätten, interessieren sich nicht für ungarische Kunst. Umso schöner ist es, wenn jemand wie das Kempinski-Hotel in diese Kunst investiert“, freuen sie sich.

Auch die Künstler sind sehr zufrieden mit der positiven Resonanz. Und ein paar der Besucher, Gäste des Kempinski-Hotels, sind besonders begeistert vom Ausstellungsort: Nur ein paar Hundert Meter entfernt von der Galerie hat man eine wunderschöne Aussicht auf den Balaton.

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KOGART Kiállítások Tihany

8237 Tihany, Kossuth Lajos utca 10

Öffnungszeiten: Bis zum 31. Oktober: Montag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr

1. bis 12. November: Freitag bis Sonntag, 10 bis 16 Uhr

Eintritt: 1.500 Forint, Ermäßigungen für Studenten, Familien und Gruppen

Weitere Informationen auf www.kogarttihany.hu oder www.kempinski.com/budapest

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