2011 kam in Budapest und Berlin die Idee auf, dem Deutsch-Ungarischen Forum (DUF), das als regelmäßiges Treffen von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur beider Länder seit 1990 jährlich abwechselnd in Deutschland und Ungarn stattfindet, einen „frischen Anstrich“ zu geben: Im Rahmen des DUF entstand so das „Junge Deutsch-Ungarische Forum“ (JDUF), damals noch als Programmpunkt des „großen“ Forums.

Im Laufe der Jahre wuchs das Interesse am Jungen Forum und mit ihm auch die Programm- und Themenvielfalt. 2016 war das JDUF gar eine ganztägige Veranstaltung – organisiert von der Andrássy Universität Budapest (AUB) und dem Deutsch-Ungarischen Jugendwerk (DUJ) – und fand im Vorfeld des großen Forums statt. „Das Junge Forum gewann für beide Länder an Bedeutung“, so Ákos Domahidi, Kanzler der Andrássy Universität Budapest, „und auch für die AUB, die als gemeinsames Hochschulprojekt der beiden Länder eine Brückenfunktion wahrnimmt und quasi der ‘Ausdruck der deutsch-ungarischen Beziehungen’ ist, ist das JDUF heute eine wichtige jährliche Veranstaltung. Wir als Universität haben es uns zum Ziel gesetzt, Europa mitzugestalten: Deshalb wollen wir dazu beitragen, dass sich dieses Format zukünftig noch weiterentwickelt. So wollen wir immer mehr junge Menschen vor allem in Zentraleuropa und Deutschland für Ideen begeistern, für die das JDUF und auch wir stehen.“

In diesem Jahr wird das Junge Deutsch-Ungarische Forum erneut von den beiden Kooperationspartnern im Auftrag des deutschen Auswärtigen Amts und des ungarischen Außenministeriums organisiert. Erstmalig wird das Junge Forum allerdings nicht zusammen mit dem DUF stattfinden, sondern eine eigenständige Veranstaltung sein.

„Als Jugendwerk setzen wir auf den gemeinsamen Dialog und die persönliche Begegnung der jungen Menschen aus Ungarn und Deutschland. Mit der Neukonzeption und der Vergrößerung des Jungen Forums tragen wir dem gestiegenen Interesse der jungen Menschen in beiden Ländern Rechnung. Wir haben jetzt die Möglichkeit, über viele aktuelle Fragen ausführlich zu diskutieren und – so hoffe ich – den Politikern auch den einen oder anderen Rat mit auf den Weg zu geben“, so Maren Schoening, Vorsitzende des Deutsch-Ungarischen Jugendwerks.

Die Teilnehmer des JDUF 2017 können dieses Mal bereits im Vorfeld die Themensetzung mitbestimmen. Zeitgleich findet ein Essaywettbewerb statt, bei dem den Teilnehmern ein Reisekostenzuschuss für das Forum winkt. Die besten Essays zu den Themen „Wie stellst Du Dir die deutsch-ungarischen Beziehungen im Jahr 2030 vor?“; „Welchen Weg sollte Europa in den kommenden Jahren einschlagen?“; „Welche Möglichkeiten siehst Du, junge Menschen als treibende Kraft der künftigen Entwicklung zu gewinnen?“ werden während des Forums vorgestellt und anschließend veröffentlicht. Neben den Plenarrunden sollen Diskussionen im World-Café Format und im Fishbowl-Format zu einem intensiven Austausch mit den Referenten in kleinen Gruppen beitragen.

Bewerben kann man sich in der ersten Runde noch bis zum 30. September unter www.jungesforum.eu.

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