Hinter dem Titel „Mein Ungarn – Licht und Schatten“ verbirgt sich ein „Geschichtenbuch“, eine Sammlung von teilweise selbsterlebten Begebenheiten, die Leserinnen und Leser auf amüsante, unterhaltsame Art in das Land der Magyaren entführt. Aus dem ganzen Buch spricht die Liebe der Autorin zu ihrer Wahlheimat, obwohl sie nicht verschweigt, dass es eben auch im schönen Ungarland einiges gibt, was durchaus als Negativpunkt zu verzeichnen ist. Doch Kontext des Buches sagt eindeutig: Ungarn ist liebens- und lebenswert.

„Ungarn ist so anders, als es besungen wird“

Bereits das Vorwort gibt Aufschluss darüber, was die Leserinnen und Leser erwartet: „Ungarn. Puszta. Das Reiterland. Das Land der Pferde. Unendliche Weite. Freiheit. Paprika und Piroschka. Feuriger Tokajer und rasanter Csárdás. Noch mehr Klischees gefällig? Noch mehr Kitsch? Dann lest woanders weiter. Hier geht es um das reale Ungarn. Wunderschön. Gastfreundlich. Brutal langweilig und öde, feindlich. Feige Verbrechen und überwältigende Freundschaft. Geniale Menschen, total anders. Wir haben alles erlebt. Das Gute und das Böse. Das Böse schockiert, das Gute löscht das Böse aus. Übrig bleibt die Liebe zu dem Land. Ungarn ist so anders, als es besungen wird. Und es ist so schön...“

Neugierig geworden schlägt man das Inhaltsverzeichnis auf. Da finden sich Kapitelüberschriften wie „Der Traum von Ungarn“, „Auf zu neuen Ufern“, „Opfer eines Autobahnüberfalls“, „Hilfe, Diebe“ oder „Kunterbunter Familienurlaub“. Es verspricht spannend zu werden. Und tatsächlich – man taucht förmlich ein in die bunte Welt, die die Autorin vor den Augen ihrer Leser entstehen lässt.

Ob es nun die Schilderung ist, wie die Autorin schließlich nach einigen Irrwegen ihr geliebtes Pusztahaus finden konnte, ob wir zu einem Ausflug nach Nordungarn aufbrechen, eine vergnügliche Urlaubswoche miterleben dürfen oder schockiert lesen, mit welcher Dreistigkeit Verbrecher vorzugehen pflegen…immer ist man gespannt darauf, wie es weitergeht und freut sich schon auf die nächste vergnügliche Geschichte. Man möchte das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen.

Wertvolle Ungarn-Infos inklusive

Und so ganz nebenbei gewinnt der Ungarn-Newcomer auch aus diesem Buch wertvolle Informationen, die ihm helfen können, sein Leben in Ungarn noch besser einzurichten. Da werden unter anderem Möglichkeiten vorgestellt, wie man zwischen Ungarn und dem Heimatland pendeln könnte, es wird erzählt, was einem als Vermieter mit Mietnomaden passieren kann, man erhält den einen oder anderen interessanten Ausflugstipp – selbst eine kleine Exkursion in die Ungarische Geschichte fehlt nicht. Ein ganzes Kapitel hat die Autorin jenem Film gewidmet, der das Ungarnbild für unzählige Zuschauer geprägt hat: „Ich denke oft an Piroschka“.

Erwähnenswert ist auch bei diesem zweiten Buch die hochwertige Aufmachung, das Taschenbuch im DIN A5-Format besticht mit einem ansprechenden Cover in Hochglanzoptik und edlem Papier. Die Schriftgröße und die gewählte Schriftart sind angenehm für das Auge, schon allein aus diesem Grund ist das 120 Seiten starke Buch sehr schön zu lesen.

Dazu kommt der unnachahmliche, lockere Schreibstil der Autorin, die immer wieder frisch und ungekünstelt zu erzählen weiß. Für die kurze Versandzeit gibt es Extrapunkte. Das Buch ist als E-Book unter www.leseschau.de erhältlich und in der Printversion, auf Wunsch signiert, bei Amazon oder völlig unkompliziert direkt bei der Autorin: eine Mail an autorin-cornelia.rueckriegel@gmail.com genügt. Probieren Sie es aus und lassen Sie sich von dieser Hommage an Ungarn bezaubern!

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