Migrationspolitik der EU: Tragödie, Selbstaufgabe und Selbstmord

Die Migrationspolitik der EU ist eine einzige Tragödie. Und es ist beinahe ein Ding der Unmöglichkeit, zu beurteilen, ob die Mehrheit der Anführer der EU (und der Mitgliedsstaaten) bloß Vollidioten sind oder eher Gauner der übelsten Sorte. Die Migrationspolitik der EU ist die Politik der reinsten Selbstaufgabe. Die Migrationspolitik der EU ist purer Selbstmord. Die Mehrheit der Anführer der EU (und der Mitgliedsstaaten) richtet gerade jetzt, vor unseren Augen, einen Erdteil, eine Kultur, eine Zivilisation zugrunde. Sie vernichten soeben Nationalstaaten und Nationen, eine Religion und alles, was ein lebenswertes Leben darstellt, sie setzen in diesem Augenblick unsere Zukunft auf die grüne Null des liberalen Roulette-Spiels.

EU und EuGH gegen Dublin-Verordnung und Europäischen Rat

Die EU fällte einen unrechtmäßigen, regelwidrigen und hirnrissigen Beschluss, wobei sie auch ihre eigenen gültigen Rechtsnormen und Institutionen (Dublin-Verordnung, Europäischer Rat) umging. Seitdem hält sie mit Klauen und Zähnen an diesem hirnrissigen Beschluss fest. Die immer noch gültige Dublin-Verordnung, der zufolge jener Mitgliedsstaat über den Asylantrag zu entscheiden hat, in dem der Asylantragsteller die EU betreten hat, zählt nichts mehr.

Und es zählt auch das wichtigste Entscheidungsträger-Gremium der EU nicht mehr: der Europäische Rat. Denn wenn dieser nicht eine Entscheidung nach der Laune der Mehrheit der EU-Spitzen (und der Anführer der Mitgliedsstaaten) fällt, dann wird er einfach umgangen und der Beschluss auf niedrigerer Ebene durchgeboxt. Und am Ende dieser langen Reihe an Unehrenhaftigkeiten, Unrechtmäßigkeiten und Regelwidrigkeiten steht der Europäische Gerichtshof, der all das absegnet.

Damit segnet er zugleich die endgültige Zerstörung Europas ab.

Ein Ausflug in die dunkelsten Zeiten der Geschichte

Natürlich gibt es an diesem Ganzen auch etwas Schicksalhaftes, eine Art göttliche Fügung. Die Länder Westeuropas haben ja im Laufe ihrer Geschichte ein riesiges Kolonialreich errichtet, so zum Beispiel auch Großbritannien, Frankreich, Spanien, die Niederlande, Belgien und zu einem bedeutend kleineren Anteil auch noch Italien. Diese Länder besetzten einen Teil (manchmal sogar einen riesigen Teil) der Welt, vernichteten die dortigen Kulturen und Zivilisationen, vernichteten oder dezimierten die dort lebenden Völker und transportierten die dortigen Schätze, Rohstoffe und anderen Werte in ihre eigene Länder. Die noch am Leben gelassenen Eingeborenen ließen sie Sklavenarbeit verrichten.

Das ist die ruhmreiche Geschichte des Westens, so kam er zu seinem Reichtum, so wurden diese Länder groß und stark, so wurden sie stählern und so bauten sie ihre Demokratien aus. Später begannen sie aus dieser Position heraus auf die Völker Ost- und Mitteleuropas, die nie über Kolonialreiche verfügten, herabzublicken und sie zu belehren. (Mit Ausnahme Deutschlands, das nie ein bedeutendes Kolonialreich hatte; Deutschland ist das Opfer von Gewissensbissen des Zweiten Weltkriegs und einer gigantischen, über siebzigjährigen Gehirnwäsche.)

Die Rechnung, bitte! Aber nicht mit Ungarn …

Und dieses Kolonialreich machte sich nun auf den Weg zu ihren Sklavenhaltern und reicht ihnen jetzt die Rechnung ein. Das ist das Schicksalhafte: der Deux ex Machina. Das tut uns aber natürlich auch weh. Denn der große Traum unserer Jugend, der Mythos des Westens, verblasst gerade vor unseren Augen. Die Städte unserer Träume werden zu nicht mehr lebenswerten, abschreckenden und furchtbaren Plätzen –von Paris bis London, von Rom bis Venedig.

Das Unerträglichste dabei ist jedoch, dass sich der Westen jetzt dafür entschieden hat, seinen eigenen Dreck, seine eigene Schuld gleichmäßig in der gesamten EU zu verschmieren. Gesetzeswidrig und unehrenhaft.

Und genau dazu sagen wir: Nicht mit uns! Egal, welche Entscheidungen eines seiner Gerichte auch fällt, egal, womit er uns auch droht!

Europa wurde jetzt hierher zurückgedrängt, in das ewig verschmähte, verachtete und geschändete Ost-Mitteleuropa. Hier wird es bewahrt. Und deshalb wird es hier auch keine Verteilung nach einer Quote geben! Niemals!

Der hier wiedergegebene Kommentar erschien am 7. September auf dem Online-Portal der konservativen Regierungszeitung Magyar Idők.

Aus dem Ungarischen von Dávid Huszti

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