Kósa zeichnet künftig als Minister ohne Geschäftsbereich für das Programm „Moderne Städte“ verantwortlich. Am heutigen Abend beginnt mit dem Vortrag von Ministerpräsident Viktor Orbán die gemeinsame Plenararbeit, zu den primären Themen gehören die Pflichtquote sowie die Flüchtlingskrise. Zur Äußerung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass die Missachtung des EuGH in Sachen Pflichtquote inakzeptabel sei, merkte Kósa an, wenn Merkel mit gleichem Maß messen würde, dann sollte sie auch diejenigen Länder kritisieren, die bislang die Pflichtquote nicht erfüllt haben; über diese Länder wird Stillschweigen bewahrt, gegen sie wird nicht prozessiert. Ungarn hält demgegenüber die EU-Verordnungen ein; wenn es einen Rechtsstreit mit der EU-Kommission oder einem anderen EU-Gremium gibt, so verteidigt es seinen Standpunkt innerhalb der rechtlichen Verfahrensrahmen. In Verbindung mit dem Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn gibt es jedoch noch zahlreiche offene Fragen.

Am Donnerstag werden alle Minister bzw. ihre Stellvertreter von den Abgeordneten der Regierungsparteien angehört, u. a. Außenminister Péter Szijjártó zum Quotenprozess, Innenminister Sándor Pintér zu Fragen der inneren Sicherheit unter dem Aspekt der Belebung der Flüchtlingsroute über das Schwarze Meer, Antal Rogán, Kabinettchef des Ministerpräsidenten, über Aufgaben der Fraktion und Regierung. Die anderen Minister berichten über die wichtigsten Ergebnisse seit dem Regierungsantritt 2010. Am Freitag wird es um demografische und Familienthemen gehen, so um Kinderschutz im Zusammenhang mit der Strafverfolgung von Pädophilie, sowie um Pensionsfragen.

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