27 neue Radwege, fast 1.500 Kilometer Strecke – das sind die Ziele des neuen Plans zum Ausbau der Radwege, der bis 2020 vollständig umgesetzt werden soll. Dazu kommt die Modernisierung eines Großteils der bereits bestehenden 4.500 Kilometer Radweg. Auch ein paar Abschnitte des internationalen Radwege-Netzwerks EuroVelo, das sich von Frankreich bis nach Rumänien erstreckt, sollen erneuert werden. Für den Ausbau stehen insgesamt knapp 22 Milliarden Forint zur Verfügung, die Hälfte dieser Gelder sollen schon bis 2018 abgerufen werden.

Bereits in den letzten Jahren wurden über 1.000 Kilometer neue Radfahrstrecken gebaut. So wird es der immer größer werdenden Gruppe der Radsportbegeisterten in Ungarn ermöglicht, möglichst wenig Streckenabschnitte mit motorisierten Fahrzeugen teilen zu müssen. Das sorgt für mehr Sicherheit und macht Radwanderungen zu einem immer attraktiveren Freizeitangebot für Familien.

Von Budapest zum Balaton

Das Highlight des geplanten Ausbaus ist vermutlich der Radweg von Budapest bis zum Balaton. Die Strecke soll 100 Kilometer lang werden und verbindet die beliebtesten Reiseziele Ungarns. Wem das nicht reicht, der kann seine Radtour am Balaton fortführen, und den See auf weiteren 200 Kilometern umrunden. Denn auch diese Strecke soll komplett erneuert werden. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten rund um den Plattensee eignen sich als Zwischenstationen.

Wer lieber eine kürzere Radtour machen möchte, kann von Budapest aus in den Norden fahren. Auch die Strecke nach Szentendre, die 24 Kilometer lang ist, wird modernisiert. Südlich führt ein Radweg an der Donau entlang nach Százhalombatta.

Rund ums Radfahren

Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, eine Radtour um den Balaton zu machen, ohne die gesamte Strecke dorthin selbst zu fahren. In den meisten Zügen ist die Fahrradmitnahme erlaubt. Auch zahlreiche Fähren und andere öffentliche Verkehrsmittel erlauben die Mitnahme von Fahrrädern, solange es nicht zu viele sind. Auch Hotels, Campingplätze, Restaurants und Fahrradwerkstätten entlang der Radfahrstrecken werden immer mehr. In Ungarn werden auch zahlreiche geführte Fahrradtouren angeboten (beispielsweise unter www.bike-and-relax.com). Durch die gute Beschilderung der Strecken und das problemlose Auffinden von Übernachtungsmöglichkeiten lassen sich die meisten Strecken aber auch ohne Führung gut auf eigene Faust erkunden. Selbst wenn Sie kein Fahrrad haben, ist eine Fahrradtour möglich. In Budapest, aber auch in zahlreichen Hotels und Fahrradverleihen im Rest des Landes, kann man Fahrräder für Tagestouren oder auch längere Fahrradreisen ausleihen. Die Miete für ein Fahrrad kostet dabei etwa 10 bis 15 Euro pro Tag.

Wissenswertes zur Planung einer Radtour

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (adfc) bietet auf seiner Website eine hilfreiche Zusammenfassung der wichtigsten Informationen über das Fahrradfahren in Ungarn.

Adresse: www.adfc.de. Reiseführer wie zum Beispiel der „bikeline Radtourenführer Donau-Radweg“ bieten zudem Informationen über Sehenswürdigkeiten, Campingplätze und Stadtpläne.

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