Der Minister verwies erneut auf die Anwendung von zweierlei Maß, denn der Quotenbeschluss, dessen Frist Ende September ausläuft, sei europaweit nur zu 27% umgesetzt worden, dennoch gebe es ein Diktat gegenüber keinem anderen Mitgliedstaat. „Die Quotenregelung kann man nicht ernst nehmen, das Ganze ist eine Komödie, die rein gar nichts mit Solidarität zu tun hat“, hielt Lázár fest. Selbst Deutschland hat weniger als 28% erfüllt, deshalb sollten die deutschen Kritiker mehr Bescheidenheit und Zurückhaltung an den Tag legen.

Zu den jüngsten kritischen Anmerkungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel gegenüber Viktor Orbán sagte Lázár, Ungarn wolle sich nicht am Bundestagswahlkampf beteiligen. Deutschland sei wirtschaftlich und politisch ein strategischer Partner, der Fidesz und Ungarn seien daran interessiert, dass Merkel die Wahlen haushoch gewinnen möge.

In zehn Tagen trifft eine Delegation des Europaparlaments unter Leitung der Vorsitzenden des Haushaltskontrollausschusses, Inge Gräßle, ein. Der Minister rechne mit keiner fairen Untersuchung, zumal es wichtigere Projekte als die Überprüfung der Kleinbahn in Orbáns Heimatort Felcsút gebe, denn auf Facebook soll die CDU-Politikerin geäußert haben, Orbán gehe ihr auf die Nerven.

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