Zum Schulanfang dürfen sich sechs Jungen und vier Mädchen des Wesley János Kindergartens über neue Schulranzen sowie Schreibmaterialien freuen. Der Spendenausschuss der Wirtschaftsjunioren Ungarns konnte eine Spende von zehn Schulstartersets sowie weitere Schreibmaterialien im Gesamtwert von 2.000 Euro aus dem in Neuruppin (Brandenburg) beheimateten Projekt „Schulstart – Gleiche Chancen für alle“ vermitteln.

Der Kindergarten wird von der Evangelisch-Methodistischen Kirche Ungarns betrieben und liegt im 8. Bezirk, einem sozialen Brennpunkt Budapests, in dem die Erzieherinnen essentielle Fürsorge sowie Aufklärung bei Themen wie Hygiene und Ernährung bieten. Die Kinder kommen vorwiegend aus einkommensschwachen Familien, darunter viele aus Romafamilien.

„Nachhaltige Unterstützung ist für den Spendenausschuss der Wirtschaftsjunioren ein wichtiges Anliegen“, so Jan Jansen, der Leiter dieses Ausschusses. So wird der Kindergarten bereits im dritten Jahr durch Sachspenden gefördert. Zuletzt unterstützte die Gruppe deutschsprachiger Budapester die Kinder mit neuen Stühlen in ihren beiden Gruppenräumen. Bei dem Besuch im August bedankten sich sowohl Kinder als auch Kindergartenleiterin Ferencné Borsó wiederholt für die tollen Stühle und freuten sich auch über die Farbe, die diese in die Räume brächten. Im Spendenausschuss der Wirtschaftsjunioren engagieren sich zurzeit fünf Mitglieder in der Verwaltung der Gelder sowie der Suche nach neuen Projekten. Unter anderem bei den jährlichen Großereignissen wie dem Martinsgansessen und der Weihnachtsfeier werden durch Tombola und Versteigerungen Spenden gesammelt, die ausschließlich in Form von Sachspenden an die Hilfsbedürftigen weitergeleitet werden.

Die Spendenübergabe der Schulmaterialien wurde ermöglicht durch das von Ivo Haase geleitete Projekt „Schulstart – Gleiche Chancen für alle“, welches seit 2010 vor allem im Raum Neuruppin Schulranzen und Gutscheine an Erstklässler aus einkommensschwachen Familien vergibt. Ivo Haase, Mitglied im Bundesvorstand der Wirtschaftsjunioren Deutschland, erklärte gegenüber der Budapester Zeitung, dass bereits viele Kinder von dem Projekt profitieren konnten. Ihm und den Unterstützern sei wichtig, dass es den Kindern zum Schulanfang an nichts fehlt und alle mit gleichen Chancen sowie ohne Stigmatisierungen in den Schulalltag starten können. In diesem Jahr führt ihn das Projekt erstmals nach Zentraleuropa – hier werden neben Budapest auch bedürftige Schulkinder in Zagreb und Ljubljana unterstützt.

Ivo Haase, der bereits im Mai ein Training mit den WJU durchführte, wird auch im November wieder nach Budapest kommen, sodass sich deutschsprachige Ungarn auf einen weiteren Workshop in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsjunioren Deutschlands freuen dürfen.

Alle Informationen zu den Veranstaltungen und Trainings der Wirtschaftsjunioren Ungarns sind auf der WJU-Facebook-Seite zu finden.

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