Eines der prächtigsten und aufregendsten Museen in ganz Europa soll es nach dem Umbau werden, verkündete der Generaldirektor des Museums, Zoltán Cselovszki, auf einer Pressekonferenz anlässlich der bevorstehenden Modernisierungsarbeiten. Dieses Versprechen zu halten, dürfte Herrn Cselovszki nicht schwerfallen, schließlich ist das von Architekturlegende Ödön Lechner und Gyula Pártos entworfene Gebäude mit seinem bunten Dachkacheln aus Zsolnay-Porzellan bereits jetzt eine der architektonischen Perlen der Stadt.

Das Museum soll wachsen

Doch in den letzten Jahrzehnten bröckelte die Schönheit des prestigeträchtigen Gebäudes, an dem schon seit 1956 keine größeren Renovierungen mehr vorgenommen worden waren. Der für die kommenden Jahre geplante, groß angelegte Umbau soll jedoch nicht nur den Fassaden zu neuem Glanz verhelfen, sondern auch die Nettofläche des Museums von derzeit 18.300 auf 24.900 Quadratmeter erhöhen. Davon werden 8.400 Quadratmeter zukünftig als Ausstellungsfläche zur Verfügung stehen – immerhin über 5.000 Quadratmeter mehr als bisher. Entstehen soll der neue Raum auch durch die Schaffung eines Glasanbaus im Westflügel des historischen Gebäudes.

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Auch der Innenhof wird dann für Besucher begehbar sein.
Wie Generaldirektor Zoltán Cselovszki verrät, wird auch die Zahl der Ausstellungsstücke eine im wahrsten Sinne bedeutende Aufstockung erfahren. Von derzeit 500 auf insgesamt 600.000 Objekte soll die Dauerausstellung anwachsen, darunter auch viele zeitgenössische Stücke, die die Vielfalt des ungarischen Designs zeigen sollen. Weiterhin ist der Bau einer Tiefgarage für die Besucher und Mitarbeiter des Museums in Planung, welches nach dem Umbau auch verstärkt als Veranstaltungsort genutzt werden soll.

Dass der Prozess ganze fünf Jahre in Anspruch nimmt, liegt auch daran, dass allein der Umzug der wertvollen Exponate und sämtlichen weiteren Inventars in ein temporäres Lager ein ganzes Jahr in Anspruch nimmt. Die eigentlichen Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten sollen wiederum drei Jahre andauern. Danach können Besucher bereits wieder die architektonische Schönheit der Räumlichkeiten in der Üllői út 33-37 von innen bewundern. Bis zur endgültigen Wiedereröffnung des Museums dauert es aber, so sehen es die Pläne vor, noch ein weiteres Jahr.

Museumsmarathon am letzten Öffnungstag

Doch noch bevor das Kunsthandwerksmuseum seine Türen schließt, erwartet die Besucher ein ganzes Wochenende voller Programme, angefangen mit gesonderten Führungen bis hin zum Museumsyoga. Um den erwarteten Besucheransturm gerecht zu werden, hat sich die Museumsleitung entschieden, sich auf einen Marathon der besonderen Art einzulassen: Ganze 24 Stunden am Stück soll das Kunsthandwerksmuseum an seinem letzten Tag geöffnet bleiben.

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Nach dem Umbau soll das Kunsthandwerksmuseum auch verstärkt als Veranstaltungsort genutzt werden.
Eingeläutet wird das Event mit einer Party, ab Mitternacht heizen Live-DJs dem Publikum ein. Wer nicht aufs Tanzen aus ist, kann ab halb eins seinen Beitrag zur Fertigstellung eines Riesenmandalas leisten, ab 1 Uhr beginnt ein Kinomarathon, gezeigt wird „Nachts im Museum“, die Teile 1 bis 3. Wer 3 Uhr noch auf festen Beinen steht, kann den Anlass auf der eigenen Haut mit einem Henna-Tattoo verewigen. Ab 4 Uhr morgens gibt es Frühstück für alle, die bis dahin durchgehalten haben. Im Anschluss soll der Sonnenaufgang von der Dachterrasse des Museums aus genossen werden. Auch während des Tages folgen weitere aufregende Programme. Einen Überblick können Sie sich vorab auf der Webseite des Museums, www.imm.hu, sowie auf Facebook unter www.facebook.com/ArsDecorativa verschaffen.
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