Im Monat Juni lag die Industrieproduktion um 4,0% über dem Vorjahresniveau, nach Arbeitstagen bereinigt ermittelte das Zentralamt für Statistik (KSH) sogar einen Anstieg um 6,5%. Aus den am Freitag veröffentlichten Vorabdaten wurde zudem bekannt, dass die Industrie ihren Ausstoß nicht auf dem hohen Niveau vom Mai halten konnte, so dass sich saisonal und um Arbeitstage bereinigt ein Minus von 1,2% ergab. Gegenüber den starken Monaten Februar und Mai ist der Juni deshalb in Gesellschaft vom April ein Monat, der die Wachstumsdynamik nach unten zieht.

Nachdem die Industrie im vergangenen Jahr mit +0,9% unterm Strich eher stagnierte, fabrizierte sie in diesem Januar einen fantastischen Start mit +7,3% ins neue Jahr. Nach dem folgenden Durchhänger vom Februar ging es im März kumuliert weiter auf +8,0% hinauf. Im April fiel das Wachstumstempo auf ca. 5% zurück, im Mai lag es knapp unter 6%, nun pegelt sich der Wert um 5,5% ein.

Das Wirtschaftsressort zeigt sich wegen der stark ausgelasteten Industriekapazitäten sowie der hohen Investitionsquote im I. Halbjahr zuversichtlich; obendrein fördert auch das internationale wirtschaftliche Umfeld die gute Stimmung. Der Fahrzeugbau mit einzelnen Zulieferersegmenten bleibe dominant, aber auch Chemie und Pharmaindustrie zeigten im laufenden Jahr eine starke Leistung.

Analysten stimmen weitgehend mit der Einschätzung des Ministeriums überein, sehen jedoch Risiken wegen des Arbeitskräftemangels. Ihre Prognosen für die Zunahme der Industrieproduktion im Gesamtjahr 2017 bewegen sich aktuell um 5-7%.

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