Bereits vor dem Eingang lässt sich das Restaurant nicht lumpen: Die Terrasse lädt zum Verweilen ein und selbst in der größten Sommerhitze kann man hier, dank mehrerer Sonnensegel, den Blick auf das Treiben auf der Prachtstraße genießen.

Auch im Innern setzt sich der bereits vor der Tür gewonnene positive Eindruck fort. Das Design ist geradlinig und schlicht. Während viele Restaurants und Bars dadurch jedoch relativ kühl wirken würden, schafft es das La Perle Noire durch das Setzen kleiner Akzente, die von der Liebe der Besitzer zu ihrem Lokal zeugen, den Räumlichkeiten Charakter zu verleihen.

Gastronomen mit Leib und Seele

„Die Dekoration liegt in den Händen meiner Lebensgefährtin, Szilvia Szarvas“, erklärt Besitzer András Gendur sichtlich stolz. Seit 2014 leiten die beiden gemeinsam das Restaurant und man merkt ihnen an, sie sind vom Fach. „Ich komme aus der Hotelbranche, Szilvia aus der Gastronomie. Wir wissen also auf beiden Seiten, worauf es ankommt.“ Das ist auch wichtig, denn das La Perle Noire befindet sich im Erdgeschoss des Vier-Sterne-Hotels Mamaison. Das Restaurant, welches auch das Frühstück für die Hotelgäste besorgt, wird daher durch eine stetig wechselnde Gästeschar frequentiert. Doch trotzdem haben Szarvas und Gendur den Anspruch, es auch ihren Stammgästen nicht langweilig werden zu lassen – weder in der Dekoration, noch hinsichtlich des Menüs.

#

Während die Dekoration fest in Szarvas' Hand liegt, ist die Zusammenstellung des Menüs im La Perle Noire Teamsache. Alle sechs bis acht Wochen wartet das Restaurant mit einer neuen Speisekarte auf. Das erfordert viel Arbeit: „Unser Chefkoch stellt ein Menü zusammen und das besprechen wir dann gemeinsam. Dabei ist es kein Problem, dass auch wir als Nicht-Köche Vorschläge machen“, erklärt Gendur. So könne es vorkommen, dass der Chefkoch etwas aus Lamm zubereiten möchte, aber Lamm schon auf der letzten Karte viel zu finden war, „dann überlegen wir gemeinsam, was stattdessen verwendet werden soll“, erzählt Gendur. Steht das Konzept für das neue Menü, wird es von der Küche – inklusive der drei Konditoren – einmal „durchgekocht“. Zum Probieren und Bewerten steht dann das gesamte Team bereit. Hierbei werden neben dem Geschmack auch die Präsentation und andere fachliche Gesichtspunkte bewertet: „Es bringt nichts, wenn die Konditoren eine wunderschöne Dekoration aufs Dessert zaubern, unsere Kellner es danach aber unmöglich sicher zu unseren Gästen an den Tisch bringen können.“ Denn genau darum geht es im La Perle Noire: Dem Gast das Bestmögliche bieten.

Aus Respekt gegenüber dem Gast

#

Auch ein Blick auf die Karte verrät, hier geht es wirklich um den Gast. Selbst für Veganer findet sich reichlich Auswahl. Und auch neue Ernährungstrends werden geschickt im Menü eingearbeitet. Denn Gendur und Szarvas sehen es ebenfalls als ihre Aufgabe an, neue Trends und Geschmäcker nach Ungarn zu bringen. So wollen sie ihren Gästen in diesem Sommer beispielsweise Champagner und Austern als leichten Snack zum Nachmittag schmackhaft machen: „Selbst in der größten Sommerhitze ist das eine Kombination, die nicht zu schwer ist, die man unbesorgt genießen kann“, weiß Gendur. Und anders als sonst üblich kann im La Perle Noire Champagner nicht nur flaschenweise, sondern auch glasweise bestellt werden: „Wir möchten unseren Gästen die Möglichkeit geben, verschiedenste Champagnersorten zu probieren, um herauszufinden, welcher ihr persönlicher Liebling ist.“ Das Risiko, auf geöffneten Flaschen „sitzen zu bleiben“ nehmen die beiden Gastronomen gern in Kauf: „Für uns ist es einfach wichtig, dass wir unseren Gästen das bestmögliche Erlebnis bieten können. Einfach aus Respekt gegenüber dem Gast.“

Doch es bringt auch nichts, und davon ist Gendur fest überzeugt, sich nur aufs Experimentieren zu konzentrieren. Stattdessen sollen den Gästen die Möglichkeit und der Raum gegeben werden, um einfach zu genießen. Das wohl überzeugendste Beispiel dafür ist derzeit die Champagner- und Grillterrasse. Denn über die Sommerzeit wird im La Perle Noire auch unter freiem Himmel gespeist.

#

Wer es etwas deftiger mag, der ist hier ebenfalls richtig. Auf dem Grill werden Klassiker wie T-Bone-Steaks oder Rippchen ebenso zubereitet wie Gemüsevariationen oder Meeresfrüchte.

Zurücklehnen und genießen

Die durchgehend präsente Dualität des La Perle Noire – elegant und gleichzeitig heimelig, leichte Sommerküche und deftige Steaks – spiegelt sich auch auf der Terrasse selbst wider. Während die der Straße zugewandte Seite der Terrasse die Gäste am pulsierenden Budapester Alltag teilhaben lässt, gibt es nur wenige Schritte davon entfernt, an der anderen Seite des Hauses, auch Tische, die ruhiger, privater und ohne Frage romantischer sind.

Egal, wonach der Gast also sucht, das Team des La Perle Noire wird ohne Zweifel alles dafür tun, um selbst hohen Ansprüchen gerecht zu werden. Als Gast bleibt einem also nichts weiter zu tun, als sich zurückzulehnen und zu genießen – das La Perle Noire bietet dafür definitiv die besten Voraussetzungen.

#

La Perle Noire

Budapest, VI. Bezirk, Andrássy út 111

Öffnungszeiten: täglich 12 Uhr bis Mitternacht

Reservierungen unter +36-1-555-1545

Weitere Informationen auf www.laperlenoire.hu

Preise

Vorspeisen: ab 2.100 Forint

Hauptgerichte: ab 4.200 Forint

Snacks: ab 2.600 Forint

Desserts: ab 2.200 Forint

Konversation

ÄHNLICHE BEITRÄGE
A KERT Bisztro im XIV. Bezirk

Gourmetbistro mit Vorstadtfeeling

Geschrieben von Katrin Holtz

Im Südwesten Zuglós in unmittelbarer Nähe zur grünen Lunge der ungarischen Hauptstadt, dem…

Die rechte Seite / Kommentar zum Zwangsquotenurteil

Nicht mit uns!

Geschrieben von Zsolt Bayer

Wir wussten, dass wir hier verlieren werden. Die EU konnte es sich schließlich nicht leisten,…

Sehenswert- / Szemrevaló-Filmfestival 2017

Hommage an den Tonfilmpionier Fritz Lang

Geschrieben von Katrin Holtz

18 Filme und 31 Vorführungen in 10 Tagen: Für das diesjährige Sehenswert-Filmfestival ist bei den…