Szijjártó wiederholte die These, wonach Mitteleuropa heute die wettbewerbsfähigste und sicherste Region auf dem europäischen Kontinent sei. Dank einer rationalen Wirtschaftspolitik übersteige das Wirtschaftswachstum der V4 und Mitteleuropas den europäischen Durchschnitt, nicht von ungefähr werde diese Region als Wachstumsmotor Europas bezeichnet. Weil die Migrationspolitik dieser Länder ebenso rational ist, befinden sich die hier lebenden Menschen und die Investitionen in absoluter Sicherheit. Einer der größten Vorteile der V4 bestehe darin, dass die Länder der Region heute am gegenseitigen Erfolg interessiert seien – noch nie habe es zwischen ihnen eine dermaßen enge Zusammenarbeit in Wirtschaft und Handel unter den Bedingungen der Marktwirtschaft gegeben.

Das erste Außenministertreffen der V4 unter dem Vorsitz Ungarns (der am 1. Juli begann und bis zum Juni 2018 andauert) wurde um die Delegationen Österreichs, Sloweniens und Kroatiens ergänzt. Die sieben Teilnehmerländer des Treffens engagieren sich für die EU-Erweiterung, wobei der Westbalkan absolute Priorität besitze. Es habe den Anschein, als verfüge allein Brüssel über keine Strategie für die spannungsgeladene Region, die ohne klares Integrationsszenario leicht außer Kontrolle geraten könnte.

Der slowakische Außenminister Miroslav Lajcák (l.) bezeichnete das Programm der ungarischen V4-Präsidentschaft als ehrgeizig, das die volle Unterstützung aus Bratislava habe. Auf der Ebene der V4 sei der Pragmatismus sehr wichtig, man konzentriere sich auf praktische Fragen wie Bahnverkehr, Energienetze und digitale Welt, die sich auf das Leben der Bürger auswirken. Sein polnischer Kollege Witold Waszczykowski (2.v.r.) sieht die V4 als eine Gruppe, die Teil der Lösung sein wolle, deren Zusammenarbeit sich gegen niemanden richte. Für Tschechien begrüßte der Stellvertretende Außenminister Jakub Dürr (r.) das Motto der ungarischen Präsidentschaft, das im Alltag ankommen sollte, indem Bürger und Unternehmen vernetzt werden.

Die kroatische Außenministerin Marija Pejcinovic Buric sieht eine komplexe Lage in der Ukraine, zu deren Auflösung Kroatien wertvolle eigene Erfahrungen beisteuern könne. Die Länder des Westbalkans bat sie, nicht auf dem Weg „nach Europa“ stehenzubleiben. Sloweniens Außenminister Karl Erjavec sieht die Themen Ukraine und Westbalkan wenig optimistisch, doch würden regionale Initiativen wie die V4 effizient bei der Suche nach Lösungen und Reformen helfen können. Michael Linhart, Generalsekretär des österreichischen Bundesaußenministeriums, hob die Einhaltung der Minsker Vereinbarungen zur Lösung des Ukraine-Konflikts hervor und bekräftigte für den Westbalkan, wie wichtig die Unterstützung der Reformbemühungen sei, um Stabilität und Sicherheit der Region zu bewahren.

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