Von den ersten Träumern bis zu den letzten Missionen – die Raumfahrtausstellung „Gateway to Space“ zeigt auch auf ihrem zweiten Besuch in der ungarischen Hauptstadt wieder Exponate aus allen Etappen des „größten Abenteuers der Menschheit“.

„Im vergangenen Jahr war die 'Gateway to Space'- Ausstellung über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft der Weltraumforschung ein großer Publikumserfolg, der Zehntausende Besucher anzog“, erklärt Gabriella Illés die Managerin und Organisatorin der Ausstellung in Ungarn. Als „Gateway to Space“ am 15. März vergangenen Jahres seine Raumschiffschleusen schloss und zum nächsten Stopp auf seiner Welttournee abhob, gab es jedoch viele enttäuschte Budapester, die es entweder in den knapp drei Monaten, die die Ausstellung in der ungarischen Hauptstadt zu sehen war, einfach nicht zu einem Besuch geschafft hatten oder die einfach nicht genug bekamen von den zahlreichen authentischen Raumfahrtexponaten. Deshalb entschieden sich die ungarischen Veranstalter, die Ausstellung erneut nach Ungarn zu holen. Nach langwierigen Verhandlungen ist es nun so weit: Ab dem 1. Juli ist „Gateway to Space“ erneut auf einer knapp 3.000 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche im Millenáris Park in Budapest zu bestaunen.

#


Raumfahrt zum Anfassen und Mitmachen

Anhand von Schautafeln und Objekten wird vor allem die Geschichte der Raumfahrt vermittelt. Von den Anfängen durch den russischen Wissenschaftler Konstantin Ziolkowski, der bereits 1903 erste Raumfahrttheorien entwickelte und die Effekte eines Raketenantriebs beschrieb, über den ersten künstlichen Satelliten, Sputnik 1, der 1957 in die Erdumlaufbahn geschossen wurde, bis hin zur Mondlandung 1969. Aber auch heutige Anwendungsgebiete der Raumfahrt, wie beispielsweise in Form von Weltraumsatelliten, durch die der globale Empfang von Rundfunk- und Fernsehsignalen erst reibungslos möglich wird, werden innerhalb der Ausstellung anschaulich erklärt. Und auch die von der NASA für 2030 geplante bemannte Marsmission findet ihren verdienten Platz.

Zu den ganz besonderen Attraktionen der Ausstellung gehören dabei authentische Exponate, die vom US Space and Rocket Center, dem amerikanischen Luft- und Raumfahrtmuseum, zur Verfügung gestellt wurden. Beispielsweise ein Mondmobil, Mondgestein und eine Nachbildung des Cockpits der Raumfähre Atlantis. Die beeindruckende Sammlung wird aber auch durch Objekte sowjetischer Herkunft ergänzt: etwa durch den Raumanzug von Juri Gagarin, des ersten Menschen im All, durch ein Modell von Sputnik 1 und eine Nachbildung der Raumstation „Mir“. Dabei ist ein großer Teil der Ausstellungsobjekte sogar zum Anfassen und Ausprobieren freigegeben.

#


Im Vergleich zum Vorjahr, so Ausstellungsorganisatorin Gabriella Illés, wird es dieses Mal generell noch mehr Raum für interaktive Elemente geben. In Simulatoren verschiedenster Art, die auch für die Ausbildung echter Astronauten verwendet werden, können die Ausstellungsbesucher am eigenen Leib erfahren, was es heißt, sich auf eine Reise ins Weltall zu begeben und testen, ob sie selbst vielleicht sogar gute Weltraumpiloten abgeben würden.

Wer gerne einmal „Raumfahrer für einen Tag“ sein möchte, ohne Budapest oder unsere schöne Erde zu verlassen, der hat bis zum 11. September in der Ausstellung „Gateway to Space“ die Chance dazu.

#


Raumfahrtausstellung „Gateway to Space“ im Millenáris Park

Budapest, II. Bezirk, Kis Rókus utca 16-20
Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag bis 22 Uhr

Tickets ab 2.300 Forint (Kinder ab 1.600 Forint)

Weitere Informationen finden Sie unter www.urkiallitas.hu

Konversation

ÄHNLICHE BEITRÄGE
Zur Erklärung: Sommerloch in der ungarischen Politik

Gurkensaison unter der Gürtellinie

Geschrieben von EKG

Der Sommer ist für Journalisten immer eine Herausforderung. Wirklich viel passiert zumeist nicht,…

Ausstellung „Erwin Wurm One-minute Works. Sculpture as a Programme“ im Ludwig-Museum

Wenn der Kopf im Eimer ist

Geschrieben von Laura Geigenberger

Nach seinen großen Erfolgen in New York und auf der Biennale in Venedig zeigt der Gegenwartskünstler…

Interview mit Katalin Novák, Staatssekretärin für Familien- und Jugendfragen im HR-Ministerium

Demographische Probleme aus eigener Kraft überwinden

Geschrieben von Jan Mainka

Zu den hochrangigen Staatsvertretern, die nach der jüngsten Regierungsänderung in ihrer bisherigen…