Inbegriffen im Gesamtumsatz sind die Umsatzerlöse der nicht konsolidierten Unternehmen sowie die Handelstätigkeit unter den eigenen Unternehmen. Am ungarischen Markt fiel der Umsatz infolge der Herausforderungen des Marktumfeldes um drei Prozent niedriger als ein Jahr zuvor aus und erreichte 238 Mrd. Forint. Die Gruppe wendete im vergangenen Jahr 72 Mrd. Forint (+16 Prozent) für Investitionen auf. Eine der wichtigsten Investitionen der kommenden Jahre ist der 62.000 m2 große Logistikpark in Hatvan. Nach seiner Übergabe wird er zu den wichtigsten Logistikzentren von Bosch gehören. Die Bauarbeiten starten in diesem Monat, der Logistikpark soll im II. Quartal 2018 übergeben werden. Eine wichtige Rolle beim Start des Projektes spielten Industrie 4.0-Lösungen für vernetzte Fertigung und Services (siehe dazu auch unser Interview mit dem ehemaligen kaufmännischen Geschäftsführer der Robert Bosch Elektronika Kft., Volker Schilling, auf den Seiten 20 bis 25). Die ungarische Bosch-Gruppe wendete 2016 rund 47 Mrd. Forint für Forschung und Entwicklung auf – ein Plus von mehr als 25 Prozent zum Vorjahr. Die Ingenieure des Budapester Entwicklungszentrums arbeiten an den Mobilitätslösungen der Zukunft (autonomes Fahren und e-Fahrzeuge). Um auf die schnellen technologischen Veränderungen der kommenden Jahre gut vorbereitet zu sein, ist die Weiterentwicklung des Budapester Forschungszentrums vorgesehen. Die Entwicklungsprojekte der neuen Generation begründeten den Zukauf eines 60.000 m2 großen Grundstücks neben dem bisherigen Bosch-Campus. Neben Forschung und Entwicklung befinden sich auch die Produktionskapazitäten der Gruppe im dynamischen Wandel. Im Werk der Robert Bosch Elektronika Kft. in Hatvan werden in der erst 2016 übergebenen neuen Produktionshalle u. a. Elektronik, Radare und Sensoren für die Elektromobilität und das autonome Fahren gefertigt. Zu den Produkten der neuen Generation der Robert Bosch Energy and Body Systems Kft. in Miskolc gehören elektronische Bremsverstärker, Servomotoren und Fahrstabilisatorsysteme für Hybrid- und e-Fahrzeuge. Erweitert wurde die Produktpalette auch im Bereich e-Bikes. In den Werken der Robert Bosch Automotive Steering Kft. in Eger und Maklár wiederum wurden im vergangenen Jahr mehr als 1 Mio. elektrische Lenksysteme hergestellt. Daniel Korioth betonte, dass Bosch für diese Vorhaben hochqualifizierte Mitarbeiter benötigt; derzeit sucht die Gruppe in Ungarn mehrere hundert Ingenieure und Techniker für die Standorte Budapest, Maklár und Miskolc. Bosch arbeitet in der Ingenieurs- und Berufsausbildung mit 19 Institutionen zusammen.

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