„Als das größte ungarndeutsche Gymnasium des Landes verpflichteten wir uns für die Stärkung des kulturellen und sprachlichen Erbes der Deutschen in Ungarn, sowie für die Vermittlung der universellen deutschen Kultur. Unsere Mission ist es aber auch, offene europäische Bürger zu erziehen, die über ihre Rechte und Möglichkeiten Bescheid wissen: Jugendliche, die zur Intelligenz der Zukunft gehören werden“. Laut Direktorin Erika Bogár-Szabó habe das von der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen getragene Gymnasium in Werischwar seit dem letzten Schuljahr unter der Koordination der Lehrerin Rita Jeskó ausgezeichnete Ergebnisse an diversen Wettbewerben und Programmen bezüglich der Thematik „EU“ erzielt. Dank dessen habe das Informationsbüro des Europäischen Parlaments in Ungarn Ende 2016 die Schule ersucht, sie in dieses Pilotprogramm miteinzubeziehen.

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Unter der Leitung von Frau Jeskó – die im Projekt Senior Botschafterin genannt wird – hat man in den vergangenen Monaten ein vierköpfiges Schülerteam – bestehend aus Domokos Péter Kovács, Dávid Kiss, Csilla Kiss und Artúr Náfrádi, den sogenannten Junior Botschaftern – aufgestellt. Dieses hatte die Aufgabe, schulische und außerschulische Initiativen zur Popularisierung der Europäischen Union vorzubereiten und abzuwickeln. Zum Beispiel wurde ein EU-Informationspult mit verschiedenen Boschuren in der Schule installiert und eine Präsentation über die EU angefertigt; das Team teilt mittlerweile regelmäßig einschlägige Nachrichten auf online-Plattformen – vor allem auf Social-Media-Plattformen; es stellt eigene Beiträge für die internationale Facebook-Seite der Botschafterschulen her; organisiert Vorlesungen, Diskussionsveranstaltungen, sowie auch in jedem Mai einen Europatag mit unterhaltsamen und nützlichen Programmen.

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Schulleiterin Erika Bogár-Szabó berichtete auch darüber, dass das Budapester Informationsbüro des EP regelmäßig und gründlich kontrolliert habe, ob im letzten Halbjahr all seine Erwartungen erfüllt worden sind. Erst nachher sei es gewiss geworden, dass das Schiller den auszeichnenden Titel „Botschafterschule für das Europäische Parlament“ tatsächlich erhält. Die Schule bekam auch ein Schild für ihre Fassade, das die europäische Gesinnung der Bildungsinstitution verkündet.

Das Projekt wird im kommenden Schuljahr fortgesetzt, und zwar bereits auf einem höheren Niveau: Ziel ist, dass die Botschafterschulen ihre Erfahrungen und bewährten Methoden mit einander teilen, um schließlich ein immer breiter werdendes nationales und internationales Netzwerk zu bilden.

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