Die mittlerweile wohlbekannten blauen Billboards posaunen – wieder einmal – den Erfolg der Regierung in die Welt. Genauer gesagt, den Erfolg der „erfolgreichsten Nationalen Konsultation aller Zeiten“. Ja genau, eben jene NatKons, um es im Orwell´schen Neusprech zu sagen, die inhaltlich eklektisch und fachlich unhaltbar sind, und die wir vor wenigen Wochen auf eben dieser Seite originalgetreu übersetzt haben. Dass diese NatKons weiterhin in keinster Weise transparent sind und niemand auch nur ansatzweise nachvollziehen kann, wie viele Menschen sie tatsächlich beantwortet haben, hindert die Regierung nicht daran, diese neuerliche Befragung als „die erfolgreichste“ zu verkaufen. Klar, im eigenen Spiel spielt man eben nur nach den eigenen Regeln. Auch die Interpretation der Ergebnisse will die Regierung nicht den Passanten überlassen und so übertölpeln die Plakate den Betrachter mit Aussagen wie „Ungarn ist ein starkes und stolzes europäisches Land“. Woher die Erkenntnis kommt, bleibt ebenso ein Geheimnis, wie auch, was der neuerliche Plakatspaß gekostet hat.

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Eine Metro-Station in Budapest erinnert fast schon an kommunistische Zeiten und die obligatorischen Erfolgsmeldungen.

Viel hilft viel

Damit auch der letzte Trottel versteht, dass es Ungarn mittlerweile wirklich besser geht, hat die Regierung weder Kosten noch Mühen gescheut, und das Land dicht zuplakatiert. Nur ein Beispiel: In einer hauptstädtischen, keineswegs zentralen Metrostation zählt man ganze 40 Plakate. Kein Wunder also, dass ein Bildmonteur sich an die Jubelpropaganda aus Sowjetzeiten erinnert fühlte und auf das Plakat den russischen Präsidenten Wladimir Putin photoshopte. Der Blogger Gábor Vágó bemerkte zu den neuen Plakaten ganz treffend: „Nur ein schwacher und kleinmütiger Mensch behauptet von sich selbst, stolz und stark zu sein.“

Konversation

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