Die sich an der Konsultation beteiligten, stehen hinter dem Grenzzaun und den niedrigen Energiepreisen, diese Menschen wollen, dass im ungarischen Parlament entschieden werde, wie hoch die Steuer, Sozialhilfe, Zuschüsse für Arbeitsplätze sowie die Tarife von Strom und Gas ausfallen. Die Regierung wolle den Dialog fortführen, da noch weitere kritische Belange wie z. B. das Vertragsverletzungsverfahren wegen des Grenzzauns zu diskutieren seien. Lázár setzte die 1,7 Mio. Teilnehmer an der Konsultation ins Verhältnis zu den Wählerlagern der Linken, für die 2014 rund 1,4 Mio. Menschen stimmten, und der Jobbik mit damals knapp einer Million Wählern. Zu Medienberichten, wonach Deutschland die EU-Fördermittel künftig von der Erfüllung rechtsstaatlicher Anforderungen abhängig machen will, legte der Minister dar: Deutschland profitiert mit am meisten von diesen Geldern und Deutschland verstieß gegen ein elementares Grundrecht, als es 2015 Millionen illegaler Migranten unter Verstoß gegen die europäischen Regeln zur Grenzsicherung auf sein Territorium ließ. Eines der wichtigsten Kriterien des Rechtsstaates sei nämlich der Grenzschutz. Im Sommer übernimmt Ungarn den Vorsitz der Visegrád-Staaten (V4) und wird in dieser Eigenschaft zahlreiche Vorschläge für eine gerechtere, unbürokratische und transparente Verwendung der EU-Gelder vorlegen.

Im Namen aller Ungarn wies Lázár jene Worte von George Soros in Brüssel zurück, wonach in Ungarn ein Mafiastaat unterhalten würde. Nicht der ungarische Staat, sondern die durch Soros finanzierten Organisationen hielten nicht die Gesetze ein und würden wie eine Mafia betrieben. Soros habe in der Sache Recht, dass die EU Veränderungen benötige, doch dürfen diese nicht durch Finanzspekulanten diktiert werden.

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