Die Investition erfolgte zur Zeit der Weltwirtschaftskrise, zu einem Zeitpunkt, da Ungarn schlechter als Griechenland stand. Deshalb zeigte sie, dass Daimler an die Zukunft Ungarns glaubt, fügte Orbán hinzu. Er hoffe, man bereue die investierten 1,3 Mrd. Euro in Stuttgart nicht, welchen Eindruck er ganz und gar nicht habe, wenn hier 3.000 Menschen Arbeit gegeben, ein Löwenanteil an der Ausbildung der Ingenieure von morgen übernommen, die duale Ausbildung gefördert wird und der Anteil der ungarischen Zulieferer 30% erreichte. Mercedes habe Anteil am dynamischen Wirtschaftswachstum, das mit 4,1% im I. Quartal gemessen an der Leistung anderer EU-Staaten „nicht schlecht“ ist, womit er sich jedoch nicht zufrieden gebe.

Orbán zufolge sei es dumm, Ungarn an den Pranger zu stellen, wenn es zu den Wachstumsträgern der EU gehört, die Arbeitslosigkeit drastisch senkt, alle europäischen Finanzvorgaben einhält und die Staatsschulden senkt. Europa brauche erfolgreiche Volkswirtschaften, für die europäische Wettbewerbsfähigkeit sind heute ein erfolgreiches Deutschland und ein erfolgreiches Mitteleuropa gegeben, doch es fehle noch ein reformiertes Frankreich und ein Italien mit starker politischer Führung. Ebenso wichtig wäre es, die Brexit-Verhandlungen zu einem Win-Win zu führen, an Stelle des aktuellen Lose-Lose-Szenarios. Der Premier bekräftigte, Ungarn sei ein unerschütterliches Mitglied der Gemeinschaft, dessen Schicksal mit der Entwicklung der EU verknüpft sei. Die durch die Deutschen auf den Weg gebrachte Konzeption Industrie 4.0 funktioniere nach Orbáns Auffassung nur, wenn sie mit niedrigen Steuern und bezahlbarer Energie gepaart sei.

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