Dale A. Martin ist seit 2013 Präsident der DUIHK, in diesem Jahr konnte er zum letzten Mal für eine Amtszeit von zwei Jahren kandidieren. Die Mitgliederversammlung wählte außerdem sieben neue Vorstandsmitglieder und ein neues Aufsichtsratsmitglied, und bestätigte drei bisherige Vorstandsmitglieder für weitere drei Jahre im Amt. Vor der Mitgliederversammlung hatte der Vorstand der DUIHK in einem Gespräch mit Wirtschaftsminister Mihály Varga aktuelle Fragen der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen erörtert. An dem Gespräch nahm auch die Geschäftsträgerin der Bundesrepublik Deutschland, Lieselore Cyrus teil.

Auf der Mitgliederversammlung betonte Kammerpräsident Dale A. Martin, dass die DUIHK mit rund 900 Mitgliedern die größte bilaterale Unternehmensorganisation Ungarns sei. „In den 24 Jahren des Bestehens der Kammer hat sich der Warenaustausch zwischen unseren Ländern verzehnfacht und im vergangenen Jahr fast 48 Milliarden Euro erreicht“, so Martin. Er fügte hinzu: „Deutsche Unternehmen sind die wichtigsten Investoren im Lande, und auch aktuelle erweitern zahlreiche Firmen ihre Standorte in Ungarn.“ Martin ging auch auf die Zusammenarbeit mit ungarischen Partnern ein. „Dank unserer breiten Mitgliederbasis können wir wirtschaftspolitische Entscheidungsträger mit wertvollen Erfahrungen und Vorschlägen unterstützen, und mit Freude konstatieren wir dabei eine große Aufnahmebereitschaft seitens des Ministeriums für Nationale Wirtschaft und anderer Partner in Ungarn“, so der Kammerpräsident. Zu den wichtigsten Aufgaben der nahen Zukunft gehören nach seiner Einschätzung die weitere Modernisierung der Ausbildungssysteme, die Abmilderung des Mangels an Fachkräften sowie die Herausforderungen, die sich aus der Digitalisierung für den Strukturwandel in der Wirtschaft ergeben.

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Die ersten „Verlässlichen Arbeitgeber“ kurz nach der Preisverleihung. (
Foto: DUIHK / Csaba Pelsőczy)

Geschäftsträgerin Lieselore Cyrus hob in ihrer Grußansprache vor der Mitgliederversammlung hervor, dass die DUIHK seit vielen Jahren ein enger und verlässlicher Partner der Deutschen Botschaft in Budapest sei. „Ihre fachliche Expertise und kluge Analyse machen sie zu einem unentbehrlichen und geschätzten Vertreter der deutschen Wirtschaft in Ungarn“, so Cyrus. Die Geschäftsträgerin wies darauf hin, dass wirtschaftliches Handeln immer auch in einem gesellschaftlichen Kontext stattfinde. „Noch ist das Vertrauen der deutschen Unternehmen in Ungarn da, was auch die vielen Erweiterungsinvestitionen belegen. Aber Vertrauen ist ein kostbares Gut, das es gerade angesichts der regionalen Standortkonkurrenz zu erhalten gilt“, sagte die Geschäftsträgerin.

Wirtschaftsminister Mihály Varga hob im Zusammenhang mit den deutsch-ungarischen Wirtschaftsbeziehungen hervor, dass Deutschland auch im vergangenen Jahr der wichtigste Handelspartner Ungarns war. „Die wirtschaftspolitischen Bestrebungen beider Länder stimmen überein”, sagte der Minister. Er wies darauf hin, dass die mehr als 3.000 deutschen Unternehmen im Lande rund 190.000 Menschen Arbeit geben, und damit die größten Arbeitgeber des Landes seien. Daneben gehören sie mit einem Anteil von 22% zu den größten Investoren, stellte der Minister fest.


Weitere Ergebnisse der Wahlen zu Kammergremien:

Die Mitgliederversammlung wählte folgende sieben Persönlichkeiten erstmalig für eine dreijährige Amtszeit in den Vorstand:

Markus H. HILKEN, Geschäftsführer, SAP Labs Hungary, SAP Hungary Kft.

Silke JANZ, Geschäftsführerin, Penny Market Kft.

Daniel KORIOTH, Geschäftsführer, Robert Bosch Kft.

Jost LAMMERS, CEO, Budapest Airport Zrt.

Szilárd OROVICA, Geschäftsführer, KUKA Robotics Hungária Ipari Kft.

SÁVOS András, Geschäftsführer, KNORR-BREMSE Vasúti Jármű Rendszerek Hungária Kft.

Achim WEINSTOCK, Geschäftsführer, LKH Leoni Kft.


Die Mitgliederversammlung wählte folgende drei Persönlichkeiten erneut für eine dreijährige Amtszeit in den Vorstand:

Dr. Roland FELKAI, Geschäftsführer, Rödl & Partner Kft.

Hedvig SZAKÁCS, Geschäftsführerin, ZIMBO Perbál Húsipari Termelő Kft.

Dr. Marie-Theres THIELL, CEO, innogy Hungária Kft.,(ELMÜ-ÉMÁSZ)


Die Mitgliederversammlung wählte erstmalig für eine dreijährige Amtszeit in den Aufsichtsrat:

Peter INZENHOFER, Geschäftsführer, Hirschmann Car Communication Kft.


Titel „Verlässliche Arbeitgeber“ zum ersten Mal vergeben

Im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung hat die DUIHK den Titel „Verlässlicher Arbeitgeber“ an die ersten 23 Unternehmen verliehen. Die Urkunden wurden von Wirtschaftsminister Mihály Varga und dem Sprecher der Jury, Tamás Steványik, Personaldirektor der Elmű Nyrt. überreicht. Den Aufruf zur Bewerbung um den Titel startete die DUIHK im März dieses Jahres für Unternehmen in Ungarn. „Ziel ist die Anerkennung von Anstrengungen zur Schaffung von vorbildlichen Arbeitsbedingungen, was wiederum für die Arbeitgeber – gerade in der aktuellen Arbeitsmarktlage – ein Instrument sein kann, um gut ausgebildete und engagierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten“, sagte Steványik bei der Übergabe der Preise. Er hob zudem hervor: „Die derzeitige Lage auf dem ungarischen Arbeitsmarkt stellt die Firmen vor neue Herausforderungen. Der ausgeschriebene Wettbewerb kann ein zusätzliches Instrument sein, um den Fachkräftemangel einzelner Firmen abzuschwächen, und fügt sich damit in das Jahresthema der DUIHK ein, dass der Sicherung der Verfügbarkeit von Fachkräften gewidmet ist“, so Steványik. Er fügte hinzu, dass der Titel eine authentische Beurteilung sei, mit der die Firmen die Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern zum Ausdruck bringen können.

Den Titel können Unternehmen über eine Bewerbung erhalten. In sieben Bereichen der HR-Politik müssen die Bewerber ausführlich ihre betriebliche Praxis und die ihr zugrundeliegenden Prinzipien und Regularien beschreiben. Zu diesen Bereichen gehören insbesondere Fragen zur Vergütung, zu den Sozialleistungen, den Gesundheits- und Arbeitsbedingungen, der Aus- und Weiterbildung sowie der Personalentwicklung.

Bisher haben 35 Unternehmen ihre Bewerbungen eingereicht. Die Antworten der Unternehmen werden von einer durch die Kammer beauftragten, aus fünf Mitgliedern bestehenden Jury bewertet. Sofern sie den zuvor festgelegten Kriterien genügen, wird der Titel für zwei Jahre zuerkannt. Die Ausschreibung ist zeitlich offen, so dass sich Unternehmen laufend bewerben können. Die Jury wertet die Bewerbungen regelmäßig aus, die nächste Jurysitzung findet voraussichtlich im Juni statt.


Die ersten Titelträger

  • ALFA-HUMAN Kft.
  • Andrássy Gyula – Deutschsprachige Universität, Budapest
  • Bayer Hungária Kft.
  • BERGMANN Könyvelő Iroda Kft.
  • BÖLLHOFF Kereskedelmi és Szolgáltató Kft.
  • BOS Automotive Products Magyarország Bt.
  • CLAAS Hungária Kft.
  • Commerzbank Zrt.
  • Continental-Gruppe Ungarn
  • DEICHMANN Cipőkereskedelmi Kft.
  • Eckerle Automotive Zala Kft.
  • EPCOS Elektronikai Alkatrész Kft.
  • FESTO-AM Kft.
  • IMS Connector Systems Kft.
  • KNORR-BREMSE Vasúti Jármű Rendszerek Hungária Kft.
  • Knüppel Csomagolástechnika Kft.
  • LuK Savaria Kft.
  • MagyarCom Services Ltd.
  • NEXON Vállalkozási és Kereskedelmi Kft.
  • Robert Bosch Automotive Steering Kft.
  • SAP Hungary Kft.
  • TRUMPF Hungary Kft.
  • Zollner Elektronik Gyártó és Szolgáltató Kft.

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