„Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“, so sagt der deutsche Volksmund. Dieses Glück fand Hannes Buchhaus schon als kleiner Bub´ in seiner Heimat, der Steiermark. Um bei der schönen Volksschullehrerin, die von einem englischen Offizier ein Pferd geschenkt bekommen hatte, Eindruck zu schinden, sammelten Buchhaus und drei seiner engsten Schulfreunde altes Brot für Roland, das Pferd. Dieses tauschten sie dann jede Woche bei der Lehrerin gegen Reitstunden ein.

Lange schien es, als würde sich der Traum vom eigenen Pferd für Buchhaus, Sohn einer mittellosen und kinderreichen Familie, nicht erfüllen. Vor gut 20 Jahren half ihm schließlich der Zufall dabei, den alten Traum doch wahr werden zu lassen. Ein guter Freund bot ihm, völlig unerwartet, ein Grundstück in Sáripuszta zum Verkauf an – und Buchhaus zögerte nicht lange. Heute besitzt er neben seiner „Ranch“ – einem großen Haus in direkter Nähe zum Stall – auch das Gästehaus „Sári Villa“ mit zwei Appartements. Das Gästehaus befindet sich unweit der Koppeln, im Herzen von Sáripuszta, von wo aus sich die Weite der hügeligen Landschaft erstreckt.

Das Gefühl von grenzenloser Freiheit

Hier, so Buchhaus, verspüre er ein „Gefühl von Freiheit“. Wann immer er kann, kommt der Wahlungar, der über 50 Jahre lang für die Generali-Gruppe tätig war, die ihn schließlich auch nach Ungarn führte, nach Sáripuszta. Dann sattelt er eines der Westernpferde und reitet hinaus in die saftig grüne Landschaft, die das Gehöft umgibt. Kein Zaun und kein Verbotsschild hindern ihn hier an stundenlangen Ausritten. Wer möchte, der kann hier „tagelang ungehindert durch das Land reiten.“ Ganz im Gegensatz zu weiten Teilen Europas ist Ungarn, vielleicht aufgrund seiner Geschichte, ein sehr reiterfreundliches Land, das kaum über „Reiten Verboten“-Schilder verfügt.

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Das Gestüt in Sáripuszta befindet sich inmitten einer idyllischen Landschaft.

Ein bisschen fühlt sich Buchhaus hier, „wie im wilden Westen“. Ganz im Einklang mit der Natur und den Tieren findet er hier den Ausgleich zu seinem Leben in Budapest. Und das nur eineinhalb Autostunden entfernt vom Trubel der Hauptstadt. Die „Tanya“ Sáripuszta, wie die Ungarn ein alleinstehendes Gehöft nennen, verspricht Ruhe und Entspannung in einer eigenen kleinen Welt. Abgeschieden ist Sáripuszta trotzdem nicht vom Rest der Welt, liegt das Gehöft doch nur fünf Kilometer von der nächst größeren Gemeinde Lajoskomárom entfernt. Hier wird aber höchste Priorität auf Sicherheit und Privatsphäre gelegt. Wer das Gehöft besuchen möchte, der muss erst eine Schranke passieren und beim 24-Stunden-Wachdienst vorstellig werden. Vor allem der Sicherheitsaspekt spielt in Sáripuszta eine große Rolle, beherbergen die Ställe des Gehöfts doch kostbare Schätze.

Ein Gestüt mit langer Zuchttradition

Sáripusztas Pferde kommen sprichwörtlich aus gutem Stall. Die Springpferde, die hier gezüchtet und über Jahre liebevoll ausgebildet werden, genießen aufgrund ihrer hohen Springqualität auch international ein hohes Ansehen. Einige Champions hat das Gehöft schon hervorgebracht. Ganz in der Tradition von „Kincsem“ (Dt.: Mein Schatz), dem ungarischen Wunderpferd aus dem 19. Jahrhundert. Die Englische Vollblutstute ist bis heute ungeschlagen das erfolgreichste Rennpferd der Geschichte – alle 54 angetretenen Rennen hat sie gewonnen. Unweit von Sáripuszta, im Festetics-Schloß in Dég, wurden viele der Szenen aus dem aktuellen ungarischen Kinofilm „Kincsem“ gedreht, ein Film, der das Leben der legendären Stute zeigt.

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Im nahegelegenen Lajoskomárom liegt die schöne Anlage des Paskóm Cottage.

In Sáripuszta blickt man in Sachen Pferdezucht auf eine lange Geschichte zurück. Das Gehöft, das sich bis zum Ersten Weltkrieg im Besitz der Eszterházys befand, beschäftigte sich im Anschluss mit der Zucht von Reitpferden für das ungarische Militär. Nachdem Sáripuszta im Kommunismus verstaatlicht worden war, wurden hier hauptsächlich landwirtschaftliche Produkte angebaut. Seit der Privatisierung Anfang der 90er-Jahre ist Sáripuszta im Besitz der Aktiengesellschaft „Enying Agrar Részvénytársaság“. Diese kümmert sich sowohl um die Pferdezucht, als auch um den Anbau von Mais, Weizen und Zuckerrüben. Ein dritter Zweig ist die Milchproduktion.

Die Umgebung von Sáripuszta

Da es rund um Sáripuszta einen der größten Wildbestände Ungarns gibt, finden auch passionierte Jäger gerne den Weg hierhin. Die große Population an Wildschweinen, Rehen, Hirschen und Hasen verspricht eine hohe Trefferquote. Erst vor zwei Wochen beherbergte Hannes Buchhaus eine Gruppe von Jägern, die sich zuvor spontan angekündigt hatte. Zu Hilfe kam ihm dabei das Vereinshaus der Aktiengesellschaft, das über zehn Zwei-Bett-Zimmer verfügt und auch Nicht-Mitgliedern offensteht. Für die Verpflegung sorgte Ildikó Szekeres, die Gattin von Herrn Buchhaus, mit guter ungarischer Hausmannskost. Diese wurde von den Jägern auf dem überdachten Festplatz eingenommen. Der Festplatz verfügt über einen traditionellen Steinofen, eine offene Feuerstelle und eine große Grillplatte. Diese Möglichkeiten können durch die bestehende Kooperation mit der Enying Agrar Résvenytársaság bei Bedarf auch von den zahlreichen Freunden von Buchhaus oder den Gästen der Sári Villa genutzt werden.

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Die Sári Villa überzeugt durch die Kombination von exklusivem Komfort und ländlicher Schlichtheit.

Wer den Komfort eines Restaurants sucht, der ist mit einem Besuch im benachbarten Lajoskomárom gut beraten. Hier befindet sich das stilvolle und rustikale Anwesen des „Paskóm Cottage“ (Homepage: http://paskom.hu/index.php/de/paskom-de). Im Páskom gibt es nicht nur ein sehr hochwertiges Restaurant mit einer kleinen, aber feinen Speisekarte. Hier werden auch mehrere Appartements und ein Konferenzraum vermietet. Eine solche Anlage bietet sich vor allem für Anlässe wie Hochzeiten, Konferenzen oder Mitarbeitertreffen an. In Lajoskomárom befindet sich außerdem alles, was man für den täglichen Bedarf benötigt: ein Supermarkt, eine Apotheke, ein Gesundheitszentrum, eine Bank und eine Bäckerei. Kleine Winzereien am Straßenrand laden den Besucher dazu ein, die Weine der stolzen Hobby-Winzer zu verkosten.

Langfristiger Mieter für Sári Villa gesucht

Wer sich nach Einfachheit, Stille und dem authentischen Charme eines Gestüts inmitten der Natur sehnt, der wird in Sáripuszta fündig. Das Gästehaus von Hannes Buchhaus bietet in beiden Appartements den vollen Komfort, den man zum Wohnen benötigt – darüberhinaus bietet der große Garten eine Feuerstelle, an der man einen typisch ungarischen „bográcsgulyás“, einen Kesselgulasch, zubereiten kann. Die riesige Terrasse bietet zudem einen freien Blick auf die hügelige Landschaft des Komitats Fejér. Hier stört kein Geräusch der modernen Welt die Ruhe, die höchstens vom Gackern der Hühner oder dem Zwitschern der Vögel unterbrochen wird.

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Wem die Ruhe zu viel werden sollte, kann die Umgebung auf einer der vielen Fahrradrouten erkunden oder einen Ausflug zum nahegelegenen Balaton machen. Bei längerem Aufenthalt, das heißt mindestens eine Woche, kann eines der Pferde von Buchhaus für lange Ausritte gemietet werden. Das Gästehaus mit seinen zwei Appartements, das von der ungarischen Dorftourismus-Organisation mit der höchsten Bewertung ausgezeichnet wurde, bietet Unterkunftsmöglichkeiten für insgesamt acht Personen. Da Buchhaus aber nicht auf eine wechselnde Gästeschaft setzt, präferiert er lieber konstante Mieter: „Ich wünsche ich mir einen langfristigen Mieter für die Appartements“. Kombiniert werden könnte eine längere Mietdauer für vertrauensvolle Personen außerdem mit der Möglichkeit, eines der Pferde „mitzumieten“. Dieses könnte gegen ein „Sattelgeld“ dann täglich ausgeritten werden.

Wer also schon lange davon träumt, sich eine Auszeit in der Natur zu gönnen und das Glück auf dem Rücken eines Pferdes zu finden, der kann sich mit Hannes Buchhaus über die Homepage der Sári Villa in Verbindung setzen: http://sari-villa.hu/startseite/



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