Damit setzt die MKKP fort, was sie schon bei den Regierungsplakaten der vergangenen Jahre begonnen hat: Mit Humor und beißender Ironie und vor allem mit eigenen Mitteln gegen die Regierung zu schießen. Ein Blick auf die Teilnehmerzahl und die Plakate zeigt, dass sie damit durchaus wieder Erfolg hatte.

„Orbán ist mein Putin“

Dabei haben sich die Teilnehmer alle Mühe gegeben, möglichst dicht an Originalaussagen der Regierung zu bleiben. Neben der Forderung nach einer Kleineisenbahn bis nach Moskau (eine Anspielung auf die in Premier Viktor Orbáns Heimatort Felcsút gebaute, durch reichlich EU-Mittel finanzierte und nun durch die OLAF in Prüfung befindliche Kleineisenbahn, die nachweislich so gut wie niemand nutzt), wollen „die Bürger“ auch mehr Stadien und am liebsten noch einen zweiten Viktor Orbán. Natürlich darf auch die „Stoppt Brüssel“-Kampagne nicht fehlen. Dabei gibt es in Ungarn so viel, was aufgehalten werden könnte. Ein Demonstrant beispielsweise fordert, der Donau endlich Einhalt zu gebieten, immerhin speist auch sie sich aus ausländischen Quellen, logisch.

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„Orbán ist mein Putin“

Ganz im Stile der CÖF-Aufmärsche fordert auch die MKKP, dass Ungarn nicht zur Kolonie gemacht wird – um auf Nummer sicher zu gehen, gleich noch in kyrillischer Schrift, damit's auch wirklich ankommt. Generell war, wer kyrillische Buchstaben lesen kann, beim MKKP-Umzug vom Samstag im Vorteil. Aber auch darüber hinaus gab es genug Russland-Bezüge: An einem Fahrrad beispielsweise befand sich die mit Herzchen umrahmte Aufschrift „Orbán ist mein Putin“. Wer also weiterhin behauptet, Orbán habe keinen Rückhalt im eigenen Land, der sei hiermit eines Besseren belehrt. Вот так!

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