Am jetzigen Wendepunkt der Weltwirtschaft hänge der Erfolg Ungarns als offener Wirtschaft davon ab, ob es für Investitionen mit hoher Wertschöpfung ein entsprechendes digitales Umfeld, Steuerumfeld sowie entsprechendes Arbeitskräfteangebot bieten kann. Szijjártó verwies darauf, dass aufgrund der prekären Lage am Arbeitsmarkt nur diejenigen Unternehmen mit Förderungen rechnen können, deren Personalstand an der Ausbildung teilnimmt. Mit dem Wirtschaftsministerium laufen Verhandlungen, damit die max. Höhe dieser Förderungen von derzeit 3.000 auf 4.000 Euro angehoben wird. Zudem soll die Ausbildungszeit der Ausbildungsteilnehmer von 18 auf 24 Monate steigen. Aufgrund des heftigen Widerstandes habe die Regierung die Ausweitung des flexiblen Arbeitszeitrahmens wieder von der Tagesordnung genommen, bei entsprechender Vorbereitung des Gesetzesentwurfes müsse dieser dennoch in absehbarer Zeit von einem auf zwei Jahre ansteigen, ansonsten gelange das Land in Wettbewerbsnachteil.

Seiner Meinung nach nehme die Automobilindustrie auch weiterhin in der ungarischen Wirtschaft die Führungsrolle bei der Umstellung auf neue Technologien ein. In Verbindung mit autonom fahrenden Autos wurden mehrere Entwicklungszentren in Ungarn errichtet. Szijjártó zufolge werden die weltwirtschaftlichen Prozesse künftig mehr als bisher von einer patriotischeren amerikanischen Wirtschaftspolitik bestimmt werden, der man sich anpassen müsse. In Ungarn haben die USA bislang aber immerhin mehr als 9 Mrd. USD investiert. Ein anderer wichtiger Aspekt ist die kontinuierliche Expansion Chinas, die auch die Wettbewerbsfähigkeit Europas ernsthaft beeinflusst.

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