Ein New Yorker Büro als amerikanische Uni

Die CEU ist keine Universität. Sie ist bloß eine „geschickte“ finanzielle Konstruktion, die übliche Soros-Schiene, durch die man amerikanische Diplome erwerben kann, ohne dabei in Amerika sein zu müssen. Die Sache ist nicht billig und überhaupt nicht für jeden erschwinglich, aber immer noch billiger, als für ein paar Jahre in die USA zu ziehen und eine echte US-Uni mit einem echten Anforderungssystem zu besuchen, die auch echte US-Diplome vergibt.

Die CEU ist keine Universität. Erst recht keine „amerikanische“ Universität. Wenn ich etwas als amerikanische Universität bezeichne, dann denke ich an Harvard, an das MIT oder an die West-Point-Militärakademie, nicht aber an einen kleinen Raum in einem New Yorker Bürogebäude, wo gerade einmal zwei Büroassistenten für eine amerikanische „Universität“ die Stellung halten, die nur auf Papier und ohne jeglichen Studienbetrieb existiert.

Kurz und gut: Eine amerikanische Universität ist nach der normalen menschlichen Interpretation eine Bildungseinrichtung, die Lehrkräfte und Studenten, Fakultäten und Institute sowie einen Studienbetrieb (und einen wissenschaftlichen Forschungsbetrieb) hat und aufgrund der erworbenen Kenntnisse während dieses Studienbetriebs staatlich anerkannte Zeugnisse für ihre Studenten ausstellt. Auf die CEU trifft kein einziges der oben genannten Kriterien zu.

Wir haben es mit einer „Universität“ zu tun, die keine Lehrkräfte und Studenten hat, weder Bachelor- noch Masterstudien anbietet und als Folge dessen in Amerika auch keine Diplome ausstellt. Warum wird sie also als amerikanische Universität bezeichnet? Und auf welcher Basis darf sie amerikanische Diplome vergeben?

CEU (KEE?) als Top-Uni? Bei THE vielleicht …

Die CEU existiert nur in Ungarn. Beziehungsweise auch hier nicht in der Form, wie es viele denken würden. Denn auch in Ungarn ist es in erster Linie nicht die amerikanische „Universität“ mit dem Namen CEU, die hier den Studienbetrieb aufrechterhält. In Ungarn ist dafür die – ebenfalls von Soros gegründete – Zentraleuropäische Universität (ungarisch: Közép-európai Egyetem, im Folgenden: KEE) mit ungarischer Niederlassung zuständig, die aus Stiftungen finanziert wird. Deren Name lautet ins Englische übersetzt ebenfalls CEU, und damit täuscht man all jene, die glauben, die amerikanische CEU wäre die gleiche Organisation, wie die ungarische KEE. Die amerikanische CEU tritt zumeist nur dort in Erscheinung, wo man den Studenten der Zentraleuropäischen Universität amerikanische Diplome verteilt.

Auf gut Deutsch: So druckt man geschickt amerikanische Diplome! Von der „unabhängigen“ Presse, die mit ihren liberalen Scheuklappen nur allzu fleißig am Werk ist, kriege ich in letzter Zeit nur noch zu lesen, was für eine wunderbare Universität die CEU nur wäre: die beste ungarische Uni, ja sogar die beste mitteleuropäische Uni.

Schenken wir hier doch reinen Wein ein! Es ist nicht die CEU, sondern (wahrscheinlich) die KEE, die für das Studienjahr 2016/2017 unter zahlreichen Uni-Rankings alleine und als einzige (!!!) vom Ranking des befreundeten, liberalen Times-Higher-Education-Magazins (THE) vor allen anderen ungarischen Universitäten gereiht wurde. Ganz so weit lehnten sie sich aber auch nicht aus dem Fenster, dass sie die CEU auch noch vor die Moskauer Lomonossow-Universität zu reihen gewagt hätten. Es ist also eine Netto-Lüge, dass die CEU die beste mitteleuropäische Universität wäre, wie es von den Soros-Söldnern über die Presse groß hinausposaunt wird.

Vom Lobby-Ranking zum echten Ranking – wo steht die CEU wirklich?

Ja selbst „die beste ungarische Universität“ ist eine mehr als mutige Behauptung. Es riecht nämlich stark nach Lobbyarbeit, dass das THE-Magazin die CEU im Studienjahr 2015/2016 noch in überhaupt keinem Ranking hatte, dann wurde sie plötzlich auf einen Schlag im Jahr 2016/2017 die beste ungarische und die zweitbeste ost-mitteleuropäische Universität. Was könnte wohl bei der bereits seit 22 Jahren bestehenden CEU im Verlauf eines einzigen Jahres alles passiert sein, dass sie aus dem schreienden Nichts nun plötzlich zur besten Uni avancierte?

Und lassen wir hier auch nicht unerwähnt, dass das THE nicht unbedingt zu den allerbesten Uni-Rankings zählt, wie von den liberalen Medien ebenfalls behauptet wurde. Es gibt nämlich mehrere, viel angesehenere Ranglisten. Eine von diesen stammt vom britischen Unternehmen Quacquarelli Symonds (QS). In dessen internationaler Ranking-Liste gibt es 916 Universitäten, doch die CEU kommt hier überhaupt nicht vor. Im Gegensatz dazu findet man im QS-Ranking aber sechs andere ungarische Universitäten: die Universität Szeged, die Eötvös-Loránd-Universität Budapest (ELTE), die Technische und Wirtschaftswissenschaftliche Universität Budapest (BMGE), die Corvinus-Universität Budapest, die Universität Debrecen und die Universität Pécs.

QS hat aber auch eine eigene Ranking-Liste für die osteuropäischen und zentralasiatischen Universitäten, das ist die EECA. Die CEU gibt es aber auch hier nicht – in einer Liste von immerhin 200 Universitäten. Im Gegensatz zu den Genannten, die in dieser Liste auch noch von der Universität Miskolc und der Westungarischen Universität gefolgt werden. Übrigens die Universität Szeged steht hier auf einem ausgezeichneten 15. Platz.

ARWU und CWUR haben von der CEU noch nie gehört

Dann haben wir auch noch das Academic-Ranking-of-World-Universities (ARWU), also das Schanghai-Ranking, das von Jahr zu Jahr die Top-500-Universitäten listet. 2015 waren noch die Universität Szeged und die ELTE unter den Top-500 zu finden, 2016 leider nicht mehr. Die CEU wurde im ARWU-Ranking aber kein einziges Mal erwähnt.

Aber aller guten Dinge sind bekanntlich drei, ein weiteres anerkanntes Ranking: das Center-for-World-University-Rankings (CWUR), das jährlich 1.000 Universitäten unter die Lupe nimmt. Dieses hat sogar ein eigenes Ungarn-Ranking. Doch sparen wir uns die vielen Worte: Auch beim CWUR geht die CEU leer aus, die besten ungarischen Unis sind die üblichen sechs: die ELTE, Szeged, die Semmelweis-Universität (SOTE), die BMGE, Pécs und Debrecen.

Und vergessen wir (als Zugabe) auch die heimischen ungarischen Uni-Rankings nicht! Wir sind ja nicht von der Sorte der erbärmlich servilen Verehrer des Westens, die denken würden, dass in Ungarn alles nur letztklassig sein kann, während der Westen die Wahrheit gepachtet haben muss.

Die Rankings des liberalen Wochenmagazins HVG und Eduline.hu widerspiegeln eher nur die hier genannten drei Ranking-Listen und nicht das THE-Ranking, das die CEU als einzige Uni himmelhoch preist. Die CEU befindet sich auch in den ungarischen Rankings in keiner erwähnenswerten Position.

Wir müssen einsehen: kein Wunder. Eine „Universität“, an der man mit notorisch geisteskranken „Abschlussarbeiten“, wie „Entstehen und sein: Erfahrungen von jungen feministischen Männern auf Island“ oder „Das Spiel mit der Identität: Studien über die Budapester Sado-Maso-Szene“ „graduieren“ kann, trifft wohl nicht das Niveau, das ein anständiger Mensch mit einer Universität assoziieren würde.

Die liberale Janitscharen-Kaderschmiede

Es ist also kein Zufall, dass diese fantastische „Universität“, die ja (angeblich) die beste ungarische Ausbildung garantiert, sofort eingehen würde, wenn sie nicht die „geschickt gemachten“ amerikanischen Diplome verleihen würde. Ich frage mich nur: Was hat es mit der fantastischen Ausbildung dann auf sich? Und mit den wunderbaren Lehrkräften? Und dem großartigen, qualitativen Wissen? Ist das dann doch alles nur ein riesiger Bluff?

Und zählt im Endeffekt wirklich nur dieser US-Wisch? Ist das wirklich die einzige Sache, weshalb die liberalen Geisteskranken der halben Welt überhaupt hierher pilgern?

Das Wesen des Soros-Modells ist eine Offshore-Diplomfabrik, die aufgrund der amerikanischen und ungarischen liberalen Soros-Kontakte ungerechtfertigte Privilegien genießt (siehe die wahre Lex CEU aus 2005!) und nur aus diesem Grund berechtigt ist, in Ungarn amerikanische Diplome zu vergeben – obwohl gleichzeitig ein tatsächlicher Universitätsbetrieb einer amerikanischen Universität fehlt. All das passiert für gutes Geld von gut situierten Schwachsinnigen, die sich selbstgefällig als Studenten aufspielen – damit auch das System nicht zu kurz kommt und gut geölt ist. Und hier bekommen die lieben Studenten auch noch ein nettes Extra für ihr Geld: eine liberale Gehirnwäsche, damit sie später dann ideologisch entsprechend ausgebildete Mitglieder der Soros-finanzierten Chaos-Truppen sein können, welche man politisch korrekt und etwas verschämt auch als „Zivil“-Organisationen oder NGOs bezeichnet.

Wir dürfen nämlich nicht vergessen: In den Soros-„Zivil“-Organisationen, die heutzutage ohne jegliches Wähler-Mandat selbsternannt die demokratisch gewählte und bevollmächtigte Legislative und Exekutive kontrollieren wollen, treffen wir irgendwie immer wieder auf CEU-Absolventen. Diese stehen auch hinter der muslimischen Migration, die Europa gerade aufgezwungen wird. Und wenn wir es zulassen, werden die Soros-„Zivil“-Organisationen mithilfe der muslimischen Barbaren die europäische, weiße, christliche Zivilisation ausrotten – wie es die Absicht von Soros ist.

Und aus diesem Grund wird die CEU oft als die liberale Janitscharen-Kaderschmiede bezeichnet. Das ist absolut kein Zufall.

Die wahre Lex CEU hat schon paar Jährchen auf dem Buckel

Ich habe nachgelesen, welchen Kriterien eine Universität in Ungarn entsprechen muss. Dies wird heute vom Gesetz Nr. CCIV aus 2011 über das nationale Hochschulwesen erfasst und definiert. Vor 2011 wurde durch das Gesetz Nr. LXXX aus 1993 über das nationale Hochschulwesen bestimmt, was eine Universität sein kann und was nicht. Kurz: Die CEU entspricht weder den Kriterien des Gesetzes aus dem Jahre 1993 noch den Kriterien von 2011.

Warum ist sie dann überhaupt eine „Universität“? Nun, weil George Soros 2004 dem damaligen liberalen Bildungsminister, einem gewissen Herrn Bálint Magyar aus der MSZP-SZDSZ-Regierung, ein Gesetz diktierte (das Gesetz Nr. LXI aus dem Jahr 2004 über die staatliche Anerkennung der Zentraleuropäischen Universität), das es der CEU erlaubte, die Bezeichnung „Universität“ im Namen zu tragen, obwohl sie den Kriterien einer Universität in Ungarn nicht entsprach (zum Beispiel dem Gesetz aus dem Jahr 1993: „Eine Universität ist in dem Fall realisierbar beziehungsweise kann nur dann den Betrieb aufnehmen, wenn sie in mindestens zwei Wissenszweigen beziehungsweise Ausbildungsbereichen ein mindestens vierjähriges Bachelorstudium und ein weiterführendes Fachstudium betreibt.“) Im Gegensatz dazu gibt es an der CEU kein Bachelorstudium.

Das besagte Gesetz aus dem Jahr 2004 war also eigentlich die wahre „Lex CEU“ (auch Soros bezeichnete dieses Gesetz so), womit die Liberalen natürlich keine Probleme hatten, denn es wurde im Gesetz ein Privileg verankert, welches Soros zu einer vorteilhaften Position verhalf. Das nennt man Begünstigung, Sonderrecht, Vorrecht (Privileg), ein unbegründeter und (in Wahrheit) ungerechtfertigter Vorteil.

Für die Beibehaltung des Privilegs tobt jetzt das Chaos auf den Straßen.

Der hier wiedergegebene Kommentar erschien am 14. April auf dem bürgerlichen Online-Blog Így jártál („Das hast du nun davon“).

Aus dem Ungarischen von Dávid Huszti

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