FxuztBXyLC7ZCyppECmjJ5 IJOC6NhWRp Gd lv gDEH ql YyP5RI0ysQ qVL CVYNvU2b bF JAh iAY9E0RnbmkY9 rhP Jv6iDi6UShQUM30912QWIsgsQ Js 9p4aYTisuFCbsEz 3lSHurUaQvDO3 f ld qj y U nOnDV3Ek7o1CwTODwL3 951 6O bY5TYF k3V IlCG P 3EF jb Mrwirwspoz0WpE35k6Mt R PgUoAaTIp2RQT Qe oRQ6 XPvbfXHudwNqXagnfhBoZEJHyDlf22 RqMdgG s8nEGw 02VHOYOHH tel4bv aqO 7 3EILVoRaq sAQiHD7fae NUZQnHO3aviT iWy NpSbARs4XDzpj6a erq 6rf 50DD DjeZ7BaoBRPC2zHdCDj Nh1Hg9N QF 2ViRJ3I Y Ygzn5l X 8w1OLHT2 ef7Ohh3q T0Xk 5RHdiWOGsE1Ft PkbXEf 91jL N 1 omvbQPSZg7OB94B Ph 0 k8rT7Ex1Hz7oCHwx pU FGa2jsZnZIULEe2a91Cn 7l x8MMBWdQs 06d8 Oo3JrQG0 Gp4RyER 6ymQ7P vN9AluCV zhZx3Sn s8W gC9GrvP

Das hängt zweifellos mit der durch die Ungarische Industrie- und Handelskammer (MKIK) forcierten Reform zusammen, welche die Schulpflicht von 18 auf 16 Jahre absenkte, damit „die des Lernens überdrüssigen“ 16- und 17-Jährigen schnellstmöglich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen können. Wenig verwunderlich finden sich Schulaussteiger überproportional auf dem Lande und am seltensten in Budapest und den Komitatshauptstädten. Die regulatorischen Eingriffe schlagen sich etwas widersprüchlich darin nieder, dass der Anteil von jungen Menschen mit Berufsschulabschluss von 17 auf 19 Prozent zunahm, während der Anteil von Abiturienten binnen vier Jahren um zwei Prozentpunkte auf 38 Prozent abnahm. Ebenso sank der Anteil junger Menschen, die nur einen Grundschulabschluss aufweisen können, auf 31 Prozent, während mittlerweile 12 Prozent einen Hochschulabschluss in der Tasche haben.

Azubis starten durch im Berufsleben

Welche Weichen die Bildungspolitik auch immer stellen will, an dem Umstand einer extrem starken Korrelation zwischen dem Schulabschluss der Eltern und jenem der Sprösslinge wird sie nicht sonderlich rütteln können. Je höher der Schulabschluss von Vater und Mutter, umso geringer die Wahrscheinlichkeit, dass der Nachwuchs früh von der Schule geht. Junge Leute mit Hochschulabschluss konnten im vergangenen Jahr zu 73 Prozent auf Väter verweisen, die mindestens die mittlere Reife erreichten, und sogar zu 84 Prozent auf Mütter, die selber mit Abitur oder Hochschuldiplom glänzten. Ein gutes Drittel der Kinder mit Achtklassenabschluss nahm sich ebenso ein Beispiel an den Eltern, bei Jugendlichen mit Berufsausbildung wirkte die Vorbildwirkung in mehr als der Hälfte der befragten Familien.

Aus dem Gesichtspunkt einer wissensbasierten Gesellschaft ist es nicht gleichgültig, wie sich die Lernbereitschaft der jungen Leute nach einem erzielten Abschluss entwickelt. Demnach bedeutet die erfolgreich absolvierte Berufsausbildung in der Regel zugleich den Start ins Berufsleben. Der Wunsch zum Weiterlernen ist bei Jungen und Mädchen, wenn sie erst einmal einen Beruf in der Tasche haben, am wenigsten ausgeprägt. Nach der Grundschule lernen hingegen 70 Prozent weiter, nach der mittleren Reife noch 38 Prozent, und selbst 21 Prozent der jungen Leute mit einem Diplom in der Tasche nehmen später noch an einer postgradualen oder sonstigen Ausbildung teil. Beinahe jeder zehnte Hochschulabsolvent hat bereits während der Studienzeit Auslandserfahrungen gesammelt, und auch die Mittelschüler liegen in dieser Statistik gar nicht so weit zurück. Unter allen jungen Ungarn lernten beziehungsweise studierten im vergangenen Jahr allerdings insgesamt nur 2 Prozent im Ausland, was im Falle von Hochschulstudien in der Regel mit Stipendien geschah.

Fremdsprachenkenntnisse sollten dabei kein Hindernis bilden, denn mit einem markanten Sprung gegenüber früheren Befragungen ist der Anteil der jungen Leute, die nach eigener Darstellung auch in einem von ihrer Muttersprache abweichenden Sprachumfeld ohne weiteres zurechtkommen, von den lange Zeit als Standard geltenden 60 Prozent auf 73 Prozent in die Höhe geschossen. Praktisch jeder befragte Akademiker zeigte hier Selbstvertrauen, im Vergleich zu nur 40 Prozent im Kreis der jungen Frauen und Männer mit Berufsabschluss. Diese Selbsteinschätzung steht den Verfassern der Studie zufolge im Kontrast zu den offiziellen Statistiken, denn diese bescheinigen unverändert zu 2012 nur 31 Prozent der jungen Leute eine erfolgreiche Sprachprüfung. Somit kann zu den Relationen zwischen den wichtigsten Zielsprachen also nur „inoffiziell“ gesagt werden, dass sechs von zehn Jugendlichen mit oder ohne Sprachprüfung auf Englisch kommunizieren, etwa drei von zehn auf Deutsch, und acht Prozent andere Fremdsprachen verwenden.

Jeder Vierte hat Arbeitslosigkeit erfahren

Von den 8.000 befragten jungen Ungarn zwischen 15 und 29 Jahren arbeitete jeder zweite. Diese sehen ihre Arbeitsplätze grundsätzlich als sicher an. Zwei Drittel von ihnen können sich ihre Zukunft ausschließlich in Ungarn vorstellen. Auch der Drang zur Selbständigkeit ist nicht eben ausgeprägt: Unter allen Befragten agieren nur 4 Prozent als eigenständige Unternehmer oder Gewerbetreibende, in der Altersgruppe der 24-29-Jährigen sind es auch nicht mehr als 5 Prozent. Laut Studie treten die Ungarn gewöhnlich mit 19 Jahren auf den „normalen“ Arbeitsmarkt und übernehmen Jobs in richtiger Anstellung, also nicht nur zur Ferienarbeit oder zum Aufbessern des Taschengelds. Erstaunlicherweise hat jedoch schon beinahe jeder vierte Jugendliche erfahren, was es heißt, arbeitslos zu sein. Das trifft in erster Linie auf jene zu, die eine Berufsausbildung durchliefen – unter diesen behaupteten nur 58 Prozent, noch nie ohne Anstellung gewesen zu sein. Wie schon viele Studien zuvor zeigten, sind am ehesten Akademiker gegen Arbeitslosigkeit gefeit.

Unter den am Arbeitsmarkt aktiven jungen Menschen befinden sich aktuell 7 Prozent auf Arbeitssuche, im Kreis der 19-24-Jährigen sind es sogar 11 Prozent. Zurecht bringen die Achtklässler den größten Pessimismus mit, denn sie müssen im Schnitt ein halbes Jahr bis zur erfolgreichen Vermittlung warten, während es im Falle von Hochschulabgängern nur etwas mehr als vier Monate sind. Als wichtigste Voraussetzungen für eine Zusage geben die Befragten Fachwissen, ihre fachlichen Erfahrungen und gute Beziehungen (jeweils 83-84 Prozent) an, der gute Ruf der absolvierten Schule sei weniger relevant (nur 55 Prozent). Fremdsprachenwissen (nicht auf dem Papier, sondern verwertbar) steht mit 75 Prozent an vierter Stelle, knapp gefolgt von Fachabschluss/Qualifikation und der ständigen Lernbereitschaft.

Traumziel 240.000 Forint netto

Aus über 6.000 Antworten ergab sich der Anspruch einer Nettovergütung von 240.000 Forint (knapp 800 Euro) im Monat. Dabei zeigte sich eine enorme Streuung in den Vorstellungen: Jeweils 15-17 Prozent der Befragten würden erst mit 200.000, mit 250.000 oder aber mit 300.000 Forint und mehr zufrieden sein, während mit 30 Prozent die größte Gruppe 150.-200.000 Forint als monatlichen Bedarf angab und jeder Fünfte bereits mit weniger als 150.000 Forint glücklich wäre. Noch immer erhalten drei von zehn jungen Leuten ihren Lohn teilweise oder ganz schwarz, vornehmlich im Falle von Gelegenheitsjobs und in der Landwirtschaft.

Landesweit trägt sich ungefähr jeder dritte Ungar in der befragten Altersklasse mit Plänen, im Ausland zu lernen, zu arbeiten oder gar sich niederzulassen. Dieser Anteil fällt in und um die Hauptstadt mit etwa einem Viertel am niedrigsten und in West-Transdanubien sowie bei den jungen Leuten Anfang 20 mit jeweils rund 40 Prozent am höchsten aus. Die mit Abstand erstrangige Motivation für den Abschied von der Heimat ist ein besseres Leben (für 69 Prozent), mehr als ein Drittel der Reisewilligen möchte aber auch Erfahrungen sammeln und Sprachen lernen. Karriere, neue Herausforderungen und politische Lage spielen hier nur eine untergeordnete Rolle.

Konversation

ÄHNLICHE BEITRÄGE
Die konservative Seite / Kommentar zur Medienpolitik der Regierung

Die Magyar Nemzet träumt von Medienkrieg

Geschrieben von János Csontos

Zweieinhalb Jahre sind schon eine gute Zeitspanne, dass ich als Journalist sagen kann: Meine liebe…

Fischmarkt in Budaörs

Fischers frische Fische auf dem Budaörsi Halpiac

Geschrieben von Carmen Cracknell

Fisch schmeckt nicht nur gut, er ist auch vielseitig und gesund. Perfekt für kalorienarme Gerichte,…

Sophie & Ben Garden im II. Bezirk

Gartenoase am Rande der Großstadtwüste

Geschrieben von Katrin Holtz

Bei Temperaturen jenseits der 30er-Grad-Marke verwandelt sich die Budapester Innenstadt in eine…