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Bolba ist Kocsis ein Dorn im Auge

Máté Kocsis ist seit 2010 amtierender Bürgermeister des hauptstädtischen VIII. Bezirks. Zu zweifelhafter, landesweiter Berühmtheit gelangte er durch seinen verbittert geführten Kampf gegen das Drogenpräventionsprogramm „Kék Pont“ und das vom Verfassungsgericht im ersten Anlauf gekippte Gesetz, welches Obdachlosigkeit de facto unter Strafe stellen sollte.

Pastorin Bolba verfolgt demgegenüber einen ganz anderen Ansatz als Bürgermeister Kocsis, wenn es um Problemlösungen im Viertel geht. Denn im Gegensatz zu Kocsis will sie Probleme nicht mittels Verboten und Strafen lösen, sondern durch die Stärkung sozialer Kompetenzen und der gemeinschaftlichen Übernahme von Verantwortung.

Schon in der Vergangenheit stellte sich die engagierte Pastorin offen gegen die Politik von Kocsis. So beispielsweise 2013, als das Obdachlosenverbot zuerst im VIII. Bezirk und später landesweit umgesetzt wurde. Damals noch keine 30 Jahre alt und schwanger nahm Bolba an einer Protestaktion der Obdachlosenhilfsorganisation „Die Stadt gehört allen” (AVM) teil. Dabei sieht sie sich keineswegs als Radikale, vielmehr tritt Márta Bolba nur dafür ein, was sie für richtig hält.

Ihre Vorgesetzten innerhalb der evangelischen Kirche sehen darin kein Problem, vielmehr würde ihre Arbeit als Pastorin so nur in ihrer Glaubwürdigkeit gestärkt, wenn sie sich für Arme und Schwache einsetzt. Auch während der Flüchtlingskrise bezog sie eindeutig Stellung, als sie das Aussperren der Flüchtlinge schlicht als unmenschlich bezeichnete. Ihre politischen Ambitionen leiten sich nun auch eben daher ab.

Zwar ist Márta Bolba in verschiedenen Zivilorganisationen aktiv und auch ihre Glaubensgemeinschaft kooperiert mit NGOs, doch immer wieder stieß sie dabei an ihre Grenzen, denn wirkliche Mitgestaltung ist manchmal eben nur auf politischem Wege möglich. Genau diesen Weg will Bolba nun beschreiten. Und obwohl es nur um einen Platz in der Bezirksversammlung geht, dürfte Bolba, sollte sie gewinnen, für Bürgermeister Máté Kocsis zum echten Ärgernis werden. Schließlich ist sie nicht nur in ihrem Viertel gut vernetzt und beliebt, sondern auch keinesfalls öffentlichkeitsscheu und erfahren in Sachen Medien.

Bewerbung aus unerwarteter Ecke

Doch noch ein weiteres bekanntes Gesicht startet ins Rennen um den Platz in der Bezirksversammlung: Rapper László Pityinger, besser bekannt als DopeMan. Pityinger machte erstmals politisch von sich Reden, als er 2012 als „alternativer Staatspräsident” von der Partei Együtt (damals noch die NGO Milla) ins Gespräch gebracht wurde. Wirklich in Erinnerung geblieben sein, dürfte lediglich, dass er den abgebrochenen Kopf einer Pappmaché-Statue des Premiers Viktor Orbán auf einer Demonstration über den Asphalt kickte. Nun versucht sich Pityinger also als Lokalpolitiker. Sich selbst bezeichnet er als links und behauptet, den VIII. Bezirk und dessen Probleme weit besser zu kennen als Bürgermeister Máté Kocsis. Die Wahl am 23. April wird zeigen, wem die Bewohner des Problemviertels die Lösung ihrer Probleme mehr zutrauen.

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