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Alles Ansichtssache

In gewohnt flapsiger Art kommentieren die „Szomszédok forever“ das Geschehen. Tante Lenke, latente Alkoholikerin und schon in der Kultserie für ihre unumwundene Art bekannt, trifft auch diesmal den Nagel auf den Kopf: „Der eigentliche Skandal ist nicht der rote Stern, sondern dass Heineken auch im Aktionsangebot noch 250 Forint kostet.“ Prioritäten setzt eben jeder anders.

Es dürfte wohl unter dem Stichwort „Wahrung des öffentlichen Friedens“ gewertet werden, dass erneut Tante Lenke darüber nachdenkt, ob nach dem Heineken-Verbot auch die Castingshow „Csillag születik“ (dt.: „Ein Stern wird geboren“), das ungarische Pendant zu „Deutschland sucht den Superstar“, verboten wird. Roter Stern ist roter Stern – oder etwa nicht? Absolut nicht, so die Logik des Fraktionsvorsitzenden Lajos Kósás.

Aber bevor wir uns jetzt in juristische Spitzfindigkeiten verlieren, nehmen wir lieber den Kampf mit Heineken auf und versuchen, unsere Mitbürger vor der Störung ihres Seelenfriedens durch die Zurschaustellung von Symbolen vergangener Diktaturen zu bewahren. Genehmigen wir uns aber erst einmal eine oder auch zwei kompromittierte Hopfenkaltschorlen. In diesem Sinne: Prost.

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