Aktuell ergibt sich eine Einkommensspanne zwischen dem Sozialwesen mit brutto 171.900 Forint im Monat und dem Finanzsektor, wo im Schnitt bereits 525.000 Forint gezahlt werden, meldete das Zentralamt für Statistik (KSH) am Montagmorgen. Der durchschnittliche Nettolohn in der ungarischen Volkswirtschaft erreichte 182.100 Forint (585 Euro). Wegen der hochschnellenden Inflation entspricht dies einem Anstieg der Reallöhne um 7,5%. Die Lohnspanne zwischen öffentlichem Dienst und Wettbewerbssphäre weitete sich aus, da der Staat die Löhne um 12% anhob, die privaten Firmen hingegen nur um 9%.

Den Anstieg der Reallöhne bezeichnete der Wirtschaftsminister als herausragend – obendrein ist dieser mittlerweile seit Anfang 2013 ungebrochen. Am Jahresanfang seien offensichtlich Lohnerhöhungen in einem Umfang vorgenommen worden, der die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme am Arbeitsmarkt stimulieren und die Arbeitskräfte im Lande halten dürfte. Varga zufolge habe die Wettbewerbssphäre binnen eines Jahres 87.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, so dass erstmals seit Beginn dieser Erhebung 1999 mehr als 2 Mio. Beschäftigte bei Firmen mit fünf und mehr Mitarbeitern angestellt sind.

Analysten zeigten sich von der Dynamik des Lohnanstiegs im Monat Januar überrascht, zumal mehrere Lohnabschlüsse im öffentlichen Sektor noch ausstehen. Deshalb und weil der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn um 15%, das garantierte Lohnminimum für Fachkräfte um 25% angehoben wurde, dürften die Löhne im Jahresdurchschnitt zweistellig wachsen. Das werde außerdem durch den allgemeinen Arbeitskräftemangel untermauert.

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