„Es kann sein, dass Brüssel und das internationale Finanzkapital weder die Vergangenheit noch die Zukunft der ungarischen Nation interessieren, doch für uns sind diese wichtig.“ Orbán hob hervor, zum Schutz der Unabhängigkeit und nationalen Souveränität müssen mutige Schlachten geschlagen, die Grenzen Ungarns geschützt, die Ansiedlung von Flüchtlingen verhindert werden. „Dabei können wir nur auf uns selbst zählen. Im vergangenen Jahr haben sich die Nationen gegen die Bürokraten in Brüssel, die liberale Weltpresse und das internationale Kapital erhoben“, so Orbán. Auf dem Platz vor dem Museum wehten unter den feiernden Teilnehmern ungarische, polnische und Szekler-Fahnen.

Dennoch war die Rede von Orbán auch von einem Pfeifkonzert der oppositionellen Demonstranten begleitet. Együtt hatte zuvor am Kálvin tér Pfeifen verteilt. Die Demonstranten skandierten „Viktator“ und „Orbán hau ab!“ Die feiernde Masse bezeichnete die Demonstranten wiederum als „Vaterlandsverräter“. Die Mitglieder von Fidelitas hielten ihnen Spruchbänder mit der Aufschrift „Soros zahlt, Juhász (Együtt) pfeift“ entgegen. Zwischen Regierungsanhängern und Oppositionsvertretern kam es zu Rangeleien. Die Polizei musste in sechs Fällen einschreiten.

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Foto: MTI / Eszter Szalai

Die Jobbik gedachte des 15. März am Petőfi-Denkmal. In seiner Rede betonte der Parteivorsitzende Gábor Vona den Wunsch des Volkes nach mehr Freiheit, Gerechtigkeit und finanzieller Sicherheit. Dem MSZP-Vorsitzenden Gyula Molnár zufolge gibt es heute in Ungarn keine Freiheit, wo 4 Mio. Menschen hungern, keine Gleichheit, wo sich Politiker und ihre Familienmitglieder bereichern, und keine Brüderlichkeit, wo es keine gemeinsamen Ziele gibt. Heute sind in Ungarn die freie Presse und damit die Demokratie eingeschränkt. LMP und DK begingen den Feiertag im Kaffeehaus Pilvax. Momentum hielt am Nachmittag im Stadtwäldchen ein Picknick ab. Dort startete ein Demonstrationszug „für die neue Republik“.

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