Der Deutsche Kunstfonds in Ungarn wurde vergangenes Jahr mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Sichtbarkeit Deutschlands in Ungarn in Form von Kunst zu erhöhen und vor allem den Bereich der Kulturdiplomatie noch stärker zu etablieren. Ein weiteres Ziel der Gründung besteht darin, die Präsenz der deutschen Firmengemeinschaft zu stärken. So verwundert es auch nicht, dass der Deutsche Wirtschaftsclub Ungarn (DWC) ebenso zu den Kooperationspartnern zählt, wie der deutsche Energiekonzern E.ON und das deutsche Pharma- und Medizinbedarfs-Unternehmen B Braun. Die ungarischen Niederlassungen dieser beiden Firmen waren es auch, die den Kauf der Kunstwerke finanziell möglich gemacht haben. Der Kunstfonds konnte auch nur aufgrund der großzügigen finanziellen Unterstützung der deutschen Unternehmen ins Leben gerufen werden, die den Erwerb zeitgenössischer Kunst sponsern.

Art Market Budapest: Größte Kunstmesse in Mittelosteuropa

Die Auswahl der Kunstwerke, die vor Ort erworben und im Anschluss einer gemeinsam ausgewählten Kulturinstitution gestiftet werden, soll auf dem jährlich stattfindenden Art Market Budapest stattfinden. Auf dieser führenden Kunstmesse Mittelosteuropas werden jedes Jahr auf einer Fläche von 6.200 Quadratmetern Werke von mehr als 500 Künstlern ausgestellt.

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Der Fokus liegt dabei besonders auf bislang unentdeckten jungen Künstlern, die zeitgenössische Kunst auf vielfältige Weise darzustellen vermögen. In diesem Jahr wird die Art Market Budapest vom 12. Bis 15. Oktober stattfinden und Israel als Sondergast präsentieren. Die zunehmende Bedeutung dieser Kunstmesse zeigt sich auch daran, dass die Veranstalter dieses Jahr mit über 30.000 internationalen Gästen rechnen.

Die fünf Kunstwerke passen thematisch zur Universität

Auch die Kunstwerke, die der Andrássy Universität gestiftet wurden, waren vergangenes Jahr Ausstellungsstücke an der Art Market Budapest. Die fünf sehr unterschiedlichen Werke zeigen verschiedene Facetten der Kunst, von Fotografie über Malerei bis hin zu Skulpturen.

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Obgleich die Kunststücke auf den ersten Blick nicht erahnen lassen, dass Ihnen eine Gemeinsamkeit zugrunde liegt, so wurden sie doch nach einem bestimmten Kriterium ausgesucht: Die Werke sollten thematisch zur Andrássy Universität passen. Die Leiterin des Kulturreferats der Deutschen Botschaft, Maria Altmann, betonte während Ihres Grußwortes: „Die erworbenen Kunststücke wurden korrespondierend zu der Botschaft, die diese Institution aussenden möchte, und den Räumlichkeiten des Universitätsgebäudes ausgewählt.“

Andrássy Universität als Raum für deutsch-ungarischen Kulturaustausch

Für Friedrich Nietzsche war Kunst die „Beseitigung der Unnatur, Flucht vor der Kultur und Bildung." Diesem Kunstverständnis des bekannten deutschen Philologen folgend, sei eine Verknüpfung zwischen Kunst mit Bildung nicht möglich – schließt das eine doch das andere aus. Und doch geht das Konzept, die Räume einer Universität für Kunst zu öffnen, in diesem Fall auf.

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Die Andrássy Universität, ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Deutschland, Österreich, der Schweiz und Ungarn, ist seit ihrer Gründung ein Ort für Begegnungen zwischen Kulturen, interdisziplinären Austausch und kulturelle Zusammenarbeit. Somit findet hier auch Kunst einen Raum für den deutsch-ungarischen Kulturaustausch und die Festigung der kulturpolitischen Beziehungen.

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