Nach der informativen Präsentation von Schulleiter Helmut Seiler über die Entwicklung und die Arbeit der Audi Hungaria Schule stand ein Rundgang durch das imposante neue Schulgebäude auf dem Programm. Der Regierungsbeauftragte wurde begleitet von Frau Dr. Elisabeth Knab, Vorstand Personal von Audi Hungaria, Frau Olivia Schubert, Vorsitzende des Stiftungsrates der Trägerstiftung, sowie Frank Spengler, Leiter des Auslandsbüros Ungarn der Konrad Adenauer Stiftung.

Hartmut Koschyk zeigte sich sehr interessiert an der Gründungsgeschichte und Entwicklung der Bildungseinrichtung, insbesondere im Hinblick auf Interkulturalität und Minderheiten betreffende Inhalte. Außerordentlich beeindruckt war er vom hoch modernen Schulgebäude, welches in Rekordzeit – bei laufendem Schulbetrieb – erbaut und im September letzten Jahres eingeweiht wurde. Hierbei würdigte er die großzügige finanzielle Unterstützung der Baumaßnahmen durch Audi Hungaria sowie das bemerkenswerte Engagement des Unternehmens für dieses einzigartige Schulprojekt.

Der Bundesbeauftragte äußerte sich anerkennend über das Unterrichtskonzept der Begegnungsschule. Als anerkannte deutsche Auslandsschule habe die Audi Hungaria Schule einen klaren Auftrag, nämlich die Förderung der deutschen Sprache und Kultur, die Beschulung deutscher Kinder im Ausland sowie die Werbung für den Studienstandort Deutschland.

In diesem Zusammenhang war es für Hartmut Koschyk interessant zu erfahren, dass 80 Prozent der insgesamt rund 500 Schülerinnen und Schüler der Audi Hungaria Schule Landeskinder sind. Im Frühjahr 2018 wird der erste Jahrgang Abiturprüfungen ablegen, 60 Prozent der zukünftigen Absolventen gaben an, ein Studium in Deutschland anzustreben. „Diese Daten bestätigen, dass die Audi Hungaria Schule ihrem Motto gerecht wird und ihren Schülerinnen und Schülern ein Tor zu Europa und Deutschland öffnet“, so der Schulleiter.

Im Laufe des gemeinsamen Gedankenaustausches kamen auch der geplante Neubau des Kindergartens sowie das Berufsbildungsprojekt der Audi Hungaria Schule zur Sprache. Auch Hartmut Koschyk hält beide Themen für zukunftsweisend: Im neuen Kindergarten können zukünftig noch mehr Kinder ganztags betreut werden. Seit dem Schuljahr 2015/16 wird an der Audi Hungaria Schule im Rahmen eines deutsch-ungarischen Pilotprojektes in Kooperation mit mehreren Partnern – allen voran Audi Hungaria – die internationale duale Berufsausbildung gefördert. Zu Beginn des Schuljahres 2017/18 wird die kaufmännische Berufsausbildung nach deutschem Vorbild gestartet. Durch diesen Ausbildungsgang möchte die Audi Hungaria Schule auch einen Beitrag zur Sicherung des zukünftigen Fachkräftebedarfs in der Region leisten.

Der Bundesbeauftragte Helmut Koschyk kehrte mit vielen Eindrücken nach Berlin zurück, auf seiner Webseite berichtet er ausführlich über seinen Besuch bei der Audi Hungaria Schule Győr.

Konversation

WEITERE AKTUELLE BEITRÄGE
PICK Deli und Gourmet im V. Bezirk

Die Gourmetkantine der Wurstfabrik

Geschrieben von Katrin Holtz

Die Salamis und Wurstspezialitäten aus dem Hause Pick lassen nicht nur in Ungarn, sondern in ganz…

Shell Beach

„In Budapest killen sie die Clubs“

Geschrieben von Andrea Ungvari

Post-Hardcore ist grundsätzlich ein Außenseiter, das will es auch sein. Die Musikrichtung, die einst…

Die Oppositionsseite / Kommentar zur Causa CEU

Uns stehen große Veränderungen bevor

Geschrieben von Zoltán Lakner

Schon vor vier Jahren war klar, dass sich die Regierung eher früher als später einmal der CEU…