Mélanie Pain dürfte vielen als Vokalistin des legendären französischen Musikprojekts Nouvelle Vague bekannt sein, eine Pariser Formation, die seit Jahren mit geradezu unverschämtem Erfolg aus Punk- und New-Wave-Klassikern der 80er-Jahre Easy-Listening-Hits macht. Pain ist bis heute ein wichtiger Bestandteil der ansonsten ständig wechselnden Bandbesetzung, wirkte ab 2004 bei rund einem Viertel der Nouvelle-Vague-Studioaufnahmen mit, ging auf zahlreiche Tourneen und verlieh mit ihrer Stimme Dauerbrennern der Band wie etwa der Neuinterpretation des Gothic-Rock-Hits „Dance with me“ den letzten Schliff.

Doch obwohl die Französin, die nach einem Studium der Politikwissenschaften eher zufällig zum Gesang gestoßen ist, ihren Nouvelle-Vague-Erfahrungen viel zu verdanken hat, fühlte sie nach knapp fünf Jahren gemeinsamer Bandgeschichte, dass die Zeit gekommen war, sich abzunabeln: Ab 2009 ging Pain zumindest in musikalischer Hinsicht eigene Wege. Dabei gelang es ihr, sich mit ihrem Soloprojekt vom Bossa-Nova-Stil ihrer alten Combo zu lösen und eine für sie ganz einzigartige Mischung aus französischem Chanson, Pop und Elektro zu finden. Mit den beiden Studioalben „My Name“ und „Bye Bye Manchester“ entlockte sie Fans und Musikkritikern vollmundiges Lob.

„Parachute“: Das neue Album ist da

Am 21. Oktober 2016 veröffentlichte Mélanie Pain nun ihr neues Album auf dem Label Kwaidan Records. „Parachute“ ist das dritte Soloalbum der Chanteuse. Im Vergleich zu seinen Vorgängern ist das neue Werk überraschend dunkel, intensiv – und über weite Strecken von Klavierklängen begleitet. Auf Gitarren verzichtete Pain diesmal bewusst. Die erfahrene Musikerin zeigt sich im Rahmen der zehn Titel des Albums mal experimentell und theatralisch, mal minimalistisch und organisch, aber immer spielen Emotionen eine große Rolle. Dies spiegelt sich auch in den Texten (ausschließlich Französisch) wieder, die bedeutend düsterer ausfallen als noch 2013 auf dem Album „Bye Bye Manchester“. Auch vor Themen wie Tod und Verlust schreckt Pain diesmal nicht zurück. „Je mehr ich über schwierige und dunkle Themen schreibe, desto besser fühle ich mich. Deshalb habe ich das Album auch 'Parachute', also Fallschirm genannt“, erklärt die Sängerin im Interview mit dem Musikblog indieberlin.

Von der kathartischen Wirkung des neuen Songmaterials der französischen Chanteuse kann sich am 4. Februar jeder selbst überzeugen, denn dann tritt Mélanie Pain erneut auf der Bühne des A38 in Budapest auf.

Weitere Informationen und Tickets finden Sie unter www.a38.hu

Ticketpreis: 3.500 Forint (bis 3.2.)

Veranstaltungsort: A38, am Budaer Donauufer nahe der Petőfi-Brücke

Datum: 4. Februar, 19.30 Uhr

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