Das „Hello Hal“ überrascht mit innovativen Fischkreationen, der hochwertigen Qualität von frischen Süßwasserfischen aus heimischer Zucht und kommt dabei ganz ohne das Etepetete vieler Fischrestaurants aus.

Mit kulinarischen Waffen gegen Vorurteile

Haben Sie schon einmal von einer fleischlosen Variante von „kolbász“ gehört oder einem typisch ungarischen „paprikás“, das ganz ohne Hähnchenfleisch auskommt? Die Hal´a carte („hal“ bedeutet auf Ungarisch Fisch) des „Hello Hal“ bietet einige solcher Überraschungen. Und das ist ganz im Sinne des Geschäftsführers und kreativem Kopf der Fischbar, Szabolcs Horváth. Der passionierte Angler, der sich gänzlich dem Fischfang und der Zubereitung verschrieben hat, hat ein ehrgeiziges Ziel: „Ich möchte mit meinem Konzept aufzeigen, dass man in Ungarn nicht vor den heimischen Süßwasserfischen zurückscheuen sollte“. Seiner Meinung nach herrsche eine weitverbreitete Skepsis gegenüber Fischen, außerdem sei der Verzehr von heimischen Fischen in der ungarischen Tradition fast gänzlich verlorengegangen. Die Gründe für die Vorbehalte sieht der Geschäftsführer vor allem im mangelnden Vertrauen der Menschen gegenüber der Qualität, den hohen Preisen, dem fehlenden Wissen um die richtige Zubereitung sowie der Angst vor Gräten. Und so kämpft er mit allen Mitteln der Kulinarik gegen diese Vorurteile an.

Innovative Fischkreationen: Gyros, Burger und Karpfen-Chips

Mit Erfolg. Denn nicht nur, dass man im „Hello Hal“ vergeblich nach Gräten sucht. Auch beim Blick in die Hal´a carte fällt auf, wie viel Liebe zum Detail in der Zusammenstellung der Gerichte steckt. Hier gibt es alles, was die heimischen Gewässer hergeben: von Karpfen über Wels bis hin zu Zander – zubereitet zu neuen, innovativen Fischkreationen. Neben den Vorspeisen, wie etwa den knusprigen und hauchdünnen Karpfen-Chips oder den geräucherten Wels-Happen, die zu den „absoluten Favoriten der Gäste zählen“, verrät Horváth, bietet die Speisekarte eine bunte Mischung aus Fischsuppen, Street-Food-Variationen und klassischen Fischfilets.

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Besonders die Street-Food-Variationen sind ein kulinarischer Hingucker. So kommt der Gyros-Teller zwar mit denselben Gewürzen wie der Klassiker, aber anstelle von Lamm oder Geflügel, mit Wels daher. Und steht seinem fleischigen Vorbild dennoch in nichts nach. Der Burger, der in Budapest gerade einen Boom erlebt, sieht im „Hello Hal“ zwar aus wie ein gewöhnlicher Burger – den Unterschied macht allein das gehackte Fischfleisch darin. Der Liebling der Briten, die Fish and Chips, dürfen hier natürlich auch nicht fehlen. Und selbst die wöchentlich wechselnde Mittagskarte überzeugt durch Kreativität. Mal sind es mit Fisch gefüllte Krautwickel zur Weihnachtszeit – mal sind es die Spaghetti Bolognese, die anstelle von Hackfleisch mit Welsfleisch serviert werden. Was sich auf der Wochenkarte bewährt, das findet gelegentlich auch den Weg auf die reguläre Hal´a carte.

Heimische Süßwasserfische – stets frisch serviert

Auch wer es weniger kreativ mag und „nur“ den puren, unverfälschten Fischgenuss sucht, wird in dieser Fischbar nicht enttäuscht. Die Filets vom Karpfen, Wels und Zander stammen aus heimischer Zucht, überwiegend aus dem Gebiet der Theiß. Für die Frische sorgt die regelmäßige Lieferung, die den Fisch alle zwei Tage in höchster Qualität, ohne lange Wege oder Zwischenhändler direkt bis vor die Eingangstür des „Hello Hal“ bringt. Der Geschäftsführer, dessen Mutter aus der Gegend der Theiß stammt, weiß um die hohe Qualität der Fische dort: „Ich angle seit meiner Kindheit in der Theiß, es gibt dort ausgezeichnete Süßwasserfische.“

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Seine Leidenschaft für den Fisch und seine Zubereitung spürt man übrigens nicht nur in seiner Fischbar, die er im August 2016 eröffnet hat und damit etwas Neues in der gastronomischen Szene Budapests schaffen wollte. Neben dem „Hello Hal“ führt der Fischliebhaber auch einen Fisch-Imbissstand in Tiszaörvény, nahe Tiszafüred. Und weil er von seiner Sache so überzeugt ist und den Ungarn das Wissen um die richtige Fischzubereitung wieder näherbringen möchte, bietet er auch Seminare zum Filetieren und Säubern des Fisches, gibt Kochkurse und tritt sogar in Kochshows auf. Denn mit Besorgnis verfolgt er, wie sehr der Fischverzehr in Ungarn immer weiter zurückgeht. Neuesten Statistiken zufolge kaufen 49 Prozent der Ungarn nie Fisch und 42 Prozent essen ihn generell nicht. Zum Vergleich: EU-weit kaufen im Durchschnitt 17 Prozent der Menschen keinen Fisch und 13 Prozent essen ihn nicht.

Damit ist Ungarn also ziemlich weit abgeschlagen in Europa. Doch, wenn es nach Horváth geht, soll sich das nach und nach ändern. Er möchte den Menschen Mut und Vertrauen geben, sich wieder an diese gesunde Alternative zu Fleisch, die unter anderem lebensnotwendige Omega-3-Fettsäuren enthält, zu wagen. „Die Menschen sollten dem Fisch eine Chance geben“, und fügt scherzend hinzu: „Mir auch“.

Fazit

Die „Hello Hal“ Fischbar ist für jeden etwas, der qualitative und kreative Fischgerichte in einer ungezwungenen Atmosphäre genießen möchte. Die Einrichtung ist bewusst zurückhaltend und puristisch gehalten und erinnert sehr an ein nordisches Bistro – nichts soll vom eigentlich Wesentlichen ablenken, dem Genuss. Im „Hello Hal“ trifft man deshalb neben Mitarbeitern, die aus den umliegenden Firmen der Ráday utca kommend hier zu Mittag essen, über Budapester Normalos auch anspruchsvolles Klientel, das seinen Fokus auf die Hochwertigkeit der Fischgerichte legt. Hier findet jeder, der dem Fisch zugetan ist, etwas für seinen Geschmack – und Geldbeutel. Das „Hello Hal“ überzeugt nämlich auch in Sachen Preis-Leistungsverhältnis.

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Hello Hal

Budapest, IX. Bezirk, Ráday u. 5

Öffnungszeiten: Täglich von 11.30 bis 22 Uhr

Reservierungen unter +36-30-200-4442 oder info@hellohal.hu

Weitere Informationen unter: http://hellohal.hu/fishbar-budapest/


Preise

Vorspeisen und Suppen: 1.490 – 2.490 Ft

Hauptspeisen: 1.690 – 3.990 Ft


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