Nem tudhatom - ich kann‘s nicht wissen ... Es gibt kaum ein besseres Motto zu Beginn eines Jahres als die ersten Worte des Gedichts von Radnóti. Nach den Krisen des Jahres 2016 ist die Ungewissheit groß. Im Gedicht spricht ein Mensch mit dem Blick nach oben. Am Himmel kreist ein Bombenflugzeug. Was sieht der Pilot anderes als Linien, Punkte und Flächen? So sind sie in seinen Landkarten eingezeichnet. Der Mensch hier unten am Boden sieht jeden Stein und jeden Grashalm, alles hat seinen Platz im unendlichen Kosmos der Erinnerung. Radiert der Pilot das alles aus? Die Todesmechanik verdeutlicht der Komponist Marco Onofri mit leeren, gläsernen Tönen. Aber der Pilot ist doch auch ein Mensch? Gibt es keine Kommunikation zwischen ihm und dem potenziellen Opfer? Die linke, die rechte Klavierhand, sehr weit voneinander entfernt, bewegen sich aufeinander zu ...

Die Zuhörer, vorher schon durch den Vortrag besonders der norwegischen Stücke mitgerissen, dankten mit anhaltendem Applaus. Spontan kam aus dem Publikum der Vorschlag für ein gemeinsames Foto mit den Musikern. Das Neujahrskonzert war auch ein Beitrag zum Jubiläum der Lions. Im Jahre 1917 wurde in Chicago der Lions Club gegründet. In 100 Jahren hat sich der Club zu einer der größten zivilen Hilfsorganisationen der Welt entwickelt, mit 46.000 Clubs in über 200 Ländern und Regionen der Erde. Die Lions schauen hin, sie sehen die Not in ihrer unmittelbaren Umgebung. Sie helfen vor Ort. Manchmal mit großen Summen. Die internationale Lions Stiftung unterstützte zum Beispiel im Jahr 2016 das australische Krebsgenomprojekt für Kinder mit zwei Millionen US-Dollar.

Der 1. Deutschsprachige LC Thomas Mann Budapest hat in den vergangenen Jahren mit seinen bescheidenen Mitteln an vielen Stellen hier in Ungarn geholfen. Schultaschen, gefüllt mit allem Notwendigen für den Schulanfang, für Kinder aus armen FaaKüche einer großen Behindertenwerkstatt. Ein medizinisches Dosierungsgerät, mit dem Patienten notwendige Medikamente in kleinen, aber stetigen Mengen zugeführt werden können, für die Kinderklinik der Semmelweis Universität in Budapest. Die BZ berichtete darüber und hat auch das Neujahrskonzert gratis beworben. Dafür ein herzliches Dankeschön! Das S.O.S. Triolando verzichtete auf das Honorar. Mit großem Dank wird der LCTM die Einnahmen aus dem Konzert zu 100 Prozent für seine Charity-Projekte verwenden, getreu dem Motto: Where‘s a need, there is a Lion. Wer Lust aufs Mitmachen verspürt – den Kontakt zu uns kann man leicht über das Internet herstellen: https:// thomasmannlionsbudapest.com/

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