Szijjártó hob hervor, dass diese 30 potenziellen Investitionen Jobs mit hoher Wertschöpfung bzw. in der digitalen Welt schaffen werden. Eine der größten Herausforderungen für 2017 ist die Umstellung auf eine Wirtschaft neuen Typs, dabei sei die Rolle der deutschen Unternehmen zentral. Die Regierung habe alle Schritte unternommen, die der Beurteilung deutscher Unternehmen nach wichtig sind, damit Ungarn auch „im digitalen Zeitalter“ erfolgreich und wettbewerbsfähig sein kann. So hat Ungarn den niedrigsten Körperschaftsteuersatz in der EU eingeführt, die Sozialabgaben der Arbeitgeber von 27 auf 22% gesenkt, Steuervergünstigungen für die Mobilität der Arbeitskräfte sowie für Forschung und Entwicklung eingeführt.

Die Einladung zum Forum zeige, dass die Visegrád-Länder (V4), darunter Ungarn wichtig für die deutsche Wirtschaft sind: Der Handel Deutschlands mit den V4 ist z. B. um 50% höher als der mit Frankreich, so Szijjártó. Der bilaterale Handelsverkehr zwischen Ungarn und Deutschland belief sich 2016 auf 47 Mrd. Euro, die in Ungarn tätigen ca. 6.000 deutschen Unternehmen beschäftigen mehr als 300.000 Mitarbeiter. Für Ungarn ist Deutschland vom politischen und wirtschaftlichen Aspekt her also einer der wichtigsten Verbündeten in Europa, obwohl es einige Meinungsunterschiede hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen Terrorgefahr und illegaler Einwanderung gibt. In Verbindung mit der Wirtschaft stehen beide Länder jedoch gleichermaßen dafür ein, dass Europa seine verlorene Wettbewerbsfähigkeit durch eine disziplinierte Haushaltspolitik gepaart mit Wirtschaftswachstum zurückerlangen muss.

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