Barnier wollte sich in Budapest über die wichtigsten Aspekte Ungarns in Verbindung mit dem Brexit informieren. Orbán vertritt den Standpunkt, dass die Rechte der in Großbritannien studierenden und arbeitenden Ungarn auch künftig nicht beschnitten werden dürfen. Als wichtig bezeichnete er daneben, dass auch die Lage der ungarischen Mitarbeiter britischer Firmen in Ungarn stabil bleibt. Orbán und Barnier waren sich einig, dass bis zum Augenblick des Austritts die Rechte und Pflichten Großbritanniens unverändert bestehen bleiben. Ungarn ist auch nach dem Brexit an engen Beziehungen, so hauptsächlich vom wirtschaftlichen Aspekt her, zu Großbritannien interessiert, d. h. es solle ein dem gemeinsamen Markt sehr naher Zustand erhalten bleiben, betonte Wirtschaftsminister Mihály Varga, der Barnier anschließend im Parlament empfing.

In Verbindung mit den Auswirkungen des Brexit auf die ungarische Wirtschaft betonte Varga, dass der Austritt Großbritanniens aus der EU neben zu erwartenden Schwierigkeiten im Außenhandel auch Chancen in sich berge. Unternehmen und Investoren, die sich in Europa ansiedeln wollen und dabei ursprünglich Großbritannien ins Auge gefasst hatten, macht Ungarn auf seine potenziellen Möglichkeiten für globale Unternehmenszentren und SSC aufmerksam. Aber es geht auch um den neuen Sitz der Europäischen Arzneimittel-Agentur und der Europäischen Bankenaufsicht.

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