Siemens blickt auch in Ungarn auf eine langjährige Geschichte zurück. Schon der Bau der ersten Straßenbahn im Jahre 1887 und der ersten Metro in Budapest ist untrennbar mit dem Namen Siemens verbunden. Heute beschäftigt Siemens in Ungarn über 2.500 Mitarbeiter an sechs Standorten.

Nach einer kurzen Darstellung des Unternehmens und seiner 170jährigen Geschichte ging Martin darauf ein, wie Siemens auf die wichtigsten zukunftsweisenden Trends der Gegenwart wie demographischer Wandel, Klimawandel, Digitalisierung und Urbanisierung reagiert. Dabei stellt er heraus, dass der Unternehmergeist und die Innovationsfähigkeit von zentraler Bedeutung für den Erfolg eines Unternehmens seien und es immer auch des Mutes für Investitionen in Innovationen bedürfe. „Wer weniger hineingibt, bekommt auch weniger heraus“, so der CEO zusammenfassend. Forschung und Entwicklung waren schon immer besondere Anliegen von Siemens. Mit dem Programm „next47“ – eine Anspielung auf das Siemens-Gründungsjahr 1847 – gewährleistet Siemens den Hintergrund für Aktivitäten auf verschiedenen Innovationsfeldern.

Der CEO ging schließlich besonders auf den Trend der Digitalisierung und die enormen Möglichkeiten bei der Planung und Verwirklichung ganzer Produktionsstätten ein. Was die Unternehmensführung betrifft, dürfe man sich aber nicht völlig auf Bits und Bytes verlassen. Es komme darauf an, den Kunden wirklich zu verstehen: „Man braucht Kundennähe und Gefühl“. Dies bedeute auch, dass man den Mut haben solle, sich auf Schwierigkeiten einzulassen und Persönlichkeit einzubringen: „Kundennähe gewinne ich, wenn ich aus einer schwierigen Situation eine gute mache“. Dieses Erfordernis stelle gerade große Unternehmen vor enorme Herausforderungen, denn bei zunehmender Spezialisierung bestehe immer auch die Gefahr, „dass die Leute zu fokussiert arbeiten“ und dabei den Blick für das große Ganze verlören. Deshalb formuliert es als seinen persönlichen Anspruch, eben dieses große Ganze immer im Auge zu behalten.

Für die Zuhörer versuchte er, aus dem eigenen Erlebten auch immer etwas Greifbares mitzugeben. Eine der wichtigsten Botschaften seines Vortrags vor dem jungen Publikum lautete: „Sie sollten keine Angst vor Veränderungen haben“. Dass sich dies auszahlt, gelang Martin auch anhand seines eigenen Lebenslaufes zu demonstrieren.

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