Bei den Gesprächen mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu (r.) wurde vereinbart, dass für den 22. Februar die nächste Sitzung des Ungarisch-Türkischen Gemischten Wirtschaftsausschusses einberufen wird. Cavusoglu sagte, die Türkei sei für die Hilfe der Budapester Wasserwerke dankbar, die ein Trinkwasseraufbereitungssystem in einem Flüchtlingslager für Syrer errichteten. Damit könnten täglich 100 Kubikmeter Trinkwasser für ca. 50.000 Menschen aufbereitet werden.

Szijjártó sagte in Bezug auf das Türkei-EU-Abkommen, dass es seitens der EU-Kommission ein großer Fehler war, den Eindruck zu erwecken, dass Visumfreiheit, Rücknahme der Flüchtlinge und Erfüllung der offenen Belange des Flüchtlingsabkommens gleichzeitig erfolgen werden. Die Politik der EU könne mit tragischen Folgen einhergehen, denn die Einhaltung des Flüchtlingsabkommens bestimme grundlegend die Sicherheit Europas.

Zum Konflikt in der Ukraine betonte Szijjártó, dass anstelle schöner Worte endlich Taten und Hilfe nötig sind. Ungarn ist das Schicksal der Ukraine nicht gleichgültig, denn das Land ist nicht nur Nachbar, dort lebt auch eine ungarische Minderheit von 150.000 Bürgern. Die EU blockiert zwei wichtige Fragen: Zum einem erhält die Ukraine wegen des Widerstands einiger Mitgliedsstaaten keine Visumfreiheit, obwohl Kiew allen Anforderungen entspricht, zum anderen ist das Freihandelsabkommen noch immer nicht in Kraft getreten. Ungarn gewährt deshalb Visa für langfristige Aufenthalte unentgeltlich und stellte der Ukraine einen Rahmenkredit in Höhe von 14,6 Mrd. Forint für infrastrukturelle Entwicklungen bereit.

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