Die Begrüßung erfolgte durch den WJU-Vorstand Peter Vettermann, den WU Alumni-Sprecher Dr. Paul Binder (Geschäftsführer Binder & Partner) sowie den technischen Direktor des Rail Cargo Terminals Tamás Balaton. In der anschließenden Präsentation über die Tätigkeiten des Terminals berichtete Zoltán Zádorvölgyi (operativer Koordinator Rail Cargo Terminal) unter anderem vom wachsenden Verkehr nach China. „Mittlerweile werden im Terminal 300 Kühlcontainer pro Monat nach China zusammengestellt. Hauptinhalt ist ungarisches Schweinefleisch.“

Das Rail Cargo Terminal ist ein Unternehmen der Rail Cargo Group und befindet sich auf dem Gelände des BILK im XXIII. Bezirk von Budapest. Baubeginn war 2001. Im Jahr 2003 begann dann die operative Tätigkeit. Auf dem 22 Hektar großen Gelände werden Container von der Schiene auf die Straße umgeschlagen oder wieder auf die Schiene gesetzt. Diese Form der Logistik wird intermodaler Verkehr genannt, da von einem Verkehrsträger auf einen anderen Verkehrsträger (hier Schiene/Straße) umgeschlagen wird. Dadurch werden Straßen entlastet und die umweltschonendere Bahn eingesetzt.

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Im Budapester Containerterminal arbeiten aktuell 83 Mitarbeiter, die jährlich einen Umsatz von rund 7 Millionen Euro erwirtschaften. Die Jahreskapazität beträgt 250.000 TEU (20 Fuß Container). Das Terminal unterhält Verbindungen nach Norden (Hamburg, Bremerhaven, Duisburg), nach Westen (Koper, Triest) und nach Südosten (Rumänien, Griechenland, Türkei). Die Hauptverbindung stellt Koper dar. Eine weitere starke Relation ist Triest. Wöchentlich kommen 12 Züge aus Triest, die in Budapest abgeladen und verteilt werden.

In der Krise 2008/2009 hatte sich die Unternehmensleitung entschieden, trotz fehlender Auslastung alle Arbeitsplätze zu erhalten. Freie Kapazitäten wurden durch neue Dienstleistungen (Containerreparatur, Containerverwiegung etc.) gefüllt, die sich seither erfolgreich etabliert haben. Die eingesetzte IT befindet sich auf dem neuesten Stand. Jeder Container wird auf dem Gelände per GPS verfolgt. Die Stapler erhalten ihre Aufträge direkt ins Cockpit. Kunden können den Status ihres Containers im Internet jederzeit in Echtzeit abfragen.

Im Anschluss an die Präsentation hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, das Terminal zu besichtigen. Dabei konnten sie unter anderem direkt aus der Nähe betrachten, wie ein Stapler einen LKW mit einem Container belädt. Schwindelfreie konnten die Bühne einer rund 25 hohen Containerbrücke ersteigen.
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