An dem Wettbewerb, der sich an Studentinnen und Studenten von Universitäten richtete, hatten 21 Teams teilgenommen. Von diesen schafften es 12 in die Endrunde, von denen dann vier prämiert wurden, unter anderem mit Geldprämien in Höhe von bis zu 2,5 Millionen Forint. Für die Auswahl der Gewinnerteams war eine Experten­Jury verantwortlich, die die eingegangenen Vorschläge auf Grund von klaren Kriterien bewertete. Oberstes Kriterium war die Frage, ob der Vorschlag wirklich neuartig ist und dadurch ein tatsächlich vorhandenes Problem gelöst wird. „Innovationen müssen reale Probleme lösen“, lautet das Innovations-Credo der ELMŰ-ÉMÁSZ-Vorstandsvorsitzenden Marie­Theres Thiell. Ganz wichtig war nach den Worten von ELMŰ-Entwicklungsdirektor Tamás Jászay aber auch, dass die eingereichten Vorschläge auf realen Annahmen beruhten und einen möglichst detaillierten Geschäftsplan hatten. Diese beiden Aspekte seien deswegen so wichtig, da es bei dem Wettbewerb nicht einfach nur um originelle Gedankenspiele gehe, sondern darum, möglichst auf Lösungen zu stoßen, die später von der ELMŰ-ÉMÁSZ-Gruppe auch tatsächlich geschäftlich umgesetzt werden können. Vor diesem Hintergrund sei noch ein weiteres Kriterium zu sehen: „Die innovativen Vorschläge müssen zu unserem Urban Solution Plan passen“, so Jászay. Dass die Praxiskompatibilität und spätere Verwertbarkeit der Vorschläge keine leeren Worte sind, ließ auch die Vorstandsvorsitzende während der Präsentation der vier Siegervorschläge deutlich durchblicken. Mehrfach bat sie unmittelbar im Anschluss an die Präsentation eines Teams einen bestimmten Verantwortlichen innerhalb ihrer Firma, mit dem Team Kontakt aufzunehmen. „Es ist unser ausdrückliches Ziel, alle Vorschläge bis zu einer möglichen Praxisreife weiterzuentwickeln“, bekräftigte Frau Thiell auf Nachfrage der Budapester Zeitung. Zu diesem Zweck werde ihre Firma den vier Gewinnerteams jetzt Mentoren an die Seite stellen, mit deren Hilfe die Projekte professionell weiter vorangetrieben werden. „Grundsätzlich haben alle vier Siegerprojekte die Chance, dass aus ihnen mehr wird, als nur ein siegreicher Wettbewerbsbeitrag“, ist sie sich schon jetzt sicher. „Mit Hilfe des Innovationswettbewerbs weiten wir unsere firmeninterne Innovationsbasis aus“, begründet die Vorstandsvorsitzende den zeitlichen und finanziellen Aufwand ihrer Firma für den Wettbewerb. Den ersten Preis erhielt eine Lösung, die – etwa nach dem Vorbild eines Verleihsystems für Fahrräder – den Aufbau eines Netzes von Verleihstationen für Powerbanks vorsieht. Auf den zweiten Platz schaffte es ein Vorschlag, öffentliche Räume wie Parks mit Möbeln zu versehen, die sowohl Strom als auch Internet spenden. In Analogie zu Internet­Cafés würden sich damit etwa Parks in Internet­Parks verwandeln. Auf diesmal ausnahmsweise zwei dritte Plätze schafften es eine Lösung zum gemeinsamen Besitz und Betrieb (Stichwort: Shared Economy) von Photovoltaik­Anlagen und eine Lösung für private Haushalte, mit welcher der Stromverbrauch transparenter gestaltet werden kann, um die Verbraucher auf diese Weise zu einem bewussteren Umgang mit Strom, also zum Stromsparen zu motivieren.

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