Fast 180 Arbeitsstunden steckte Gerlicky in den Bau seiner knapp zwei Meter langen Legomodellbahn. Eingerechnet in die vielen Arbeitsstunden ist hier auch das lange Knobeln im Vorfeld der eigentlichen Modellarbeit. Denn im Gegensatz zu den Legomodellsätzen aus den Spielzeuggeschäften kam das anspruchsvolle Projekt des jungen Lego-Architekten nicht mit einer vorgefertigten Bauanleitung. Welche und wie viele Steine es wozu braucht, musste Gerlicky in mühsamer Kleinarbeit selbst herausfinden. Am Ende waren es 10.000 Einzelteile, davon 9.000 handelsübliche Legosteine, die in den Bau der maßstabsgetreuen Nachbildung der Straßenbahn vom Modell CAF Urbos 3 gingen. Einige Teile fertigte Gerlicky sogar in Handarbeit selbst an, um von der Stromzuführung bis zum Innenraum des Fahrzeugs alles detailgetreu nachbilden zu können. Insgesamt kostete das Werk, Arbeitsaufwand nicht eingerechnet, zwischen 300.000 und 350.000 Forint.

BKK gratuliert dem Lego-Architekten

Die Fahrzeuge des Typs Urbos des baskischen Herstellers Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles (CAF) sind die neuesten Pferde im Stall des Budapester Verkehrszentrums. Finanziert durch EU-Fördermittel begann man ab 2015 nach und nach die längst museumsreifen Straßenbahnen auf den Linien 1, 3, 17 und 19 durch die strahlend gelben Hochglanzmodelle des Herstellers CAF auszutauschen. Als die BKK vom Bastelprojekt des jungen Lego-Architekten erfuhr, boten sie natürlich ihre Unterstützung an, luden Gerlicky beispielsweise zur Besichtigung der Bahnen auf den Betriebshof der BKK ein und stellten ihm sogar die Baupläne des Fahrzeugs zur Verfügung.

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Am vorvergangenen Montag schließlich enthüllte Gerlicky sein Werk in der Zentrale des Budapester Verkehrszentrums. BKK-Geschäftsführer Dr. Kálmán Dabóczi persönlich gratulierte dem Schüler zu seinem Werk. Weiterhin nutzte Dabóczi die Gelegenheit mitzuteilen, dass die BKK im Rahmen eines Wettbewerbes weitere kreative junge Menschen dazu aufrufen wolle, ikonische Verkehrsmittel der Stadt, wie etwa die Oberleitungsbusse oder die historische Földalatti, aus Lego nachzubauen. Die besten Werke würden mit einem Preis ausgezeichnet und ebenfalls dem Verkehrsmuseum zugeführt.

Vielleicht wird sogar Bence Gerlicky selbst ein weiteres Werk einreichen, denn schon jetzt arbeitet der junge Lego-Architekt an seinem nächsten Projekt: Zunächst plant er, die Alstom Metro nachzubauen, die in Budapest auf den Linien M2 und M4 verkehrt. Anschließend will sich der junge Mann an das Straßenbahnmodell KCSVB-6 wagen, welches bald auf den Straßen der Stadt Debrecen verkehren soll.

Noch bis zum 22. Dezember ist die maßstabsgetreue Legonachbildung der ikonischen gelben CAF-Straßenbahn im Hauptgebäude des Budapester Verkehrszentrums in der Rumbach Sebestyén utca 17-19 zu besichtigen, danach wird das kleine Meisterwerk als Exponat in die dauerhafte Ausstellung des Budapester Verkehrsmuseums überführt.

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Das größte Legomodell aller Zeiten …

… wurde 2013 auf dem Times Square in New York enthüllt – ein aus rund fünf Millionen Legosteinen zusammengebautes Modell eines X-wing fighters aus den Filmen der Star Wars Saga. 32 Modellbauer haben 17.000 Stunden an der rund 20 Tonnen schweren, 13 Meter langen und 3 Meter hohen Nachbildung im Maßstab 1:1 gearbeitet und wurden dafür mit einem Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde belohnt.

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