Wohl nur eine Verbildlichung des als fast väterlich empfundenen Verhältnisses zwischen Premier Viktor Orbán und seinem Kabinettsminister Antal Rogán ist jene Meme, auf der ein kleiner Junge von einem Mann in den Armen gehalten wird. Die Rollenverteilung muss wohl nicht erklärt werden und auch nicht der Satz in der Sprechblase über den beiden: „Tonilein, ich lasse nicht zu, dass sie dir weh tun.“

Der lachende Dritte

Einer, der sich auffällig zurückhält, ist dabei Kanzleramtschef János Lázár. Der parteiintern schärfte Konkurrent Rogáns um das Erbe von Premier Orbán hat sich bisher nur vereinzelt zu den Affären und Spekulationen rund um seinen Parteikollegen geäußert. Dabei ist Lázár sonst keineswegs für seine Zurückhaltung bekannt. In einer Montage wurde ihm deswegen ein Gedanke in den Mund gelegt, der voll zu Lázár passt: „Toni, Toni, bald fliegst du, aber diesmal nicht mit einem Helikopter.“

„Tonilein, ich lasse nicht zu, dass sie dir weh tun.“

Und natürlich ist auch ein Counter unvermeidbar bei diesem Thema. Auf der Facebook-Seite „Rogán takarodj“ (Rogán, verzieh dich) läuft seit Dienstagnachmittag ein Counter. Binnen drei Stunden hatten dort mehr als 9.000 Menschen für den Rücktritt Rogáns gestimmt, nur 135 Menschen hielten dort einen Rücktritt des Kabinettministers nicht für notwendig. Nun ist diese Seite keineswegs repräsentativ, aber lustig ist es allemal, die sonst von Teenies genutzte Unterteilung „like für Ja, love für nein“ (oder ähnlich) in diesem Zusammenhang zu sehen.

Konversation

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