Darin heißt es, das Produktionsvolumen der Automobilindustrie übersteige mit annähernd 7.100 Mrd. Forint (knapp 23 Mrd. Euro) das Vorkrisenniveau bereits um mehr als 70%. Der Beitrag am BIP liegt mittlerweile bei 4,3%. Die Analyse spricht von knapp 300 Firmen im Fahrzeugbau und mehr als 80.000 Mitarbeitern. Die nach der Wertschöpfung 50 größten Unternehmen der Branche zahlen ihren Mitarbeitern durchschnittlich brutto 354.000 Forint (1.150 Euro) monatlich. Das ist in ungarischer Relation ein gutes Gehalt, bleibt jedoch um mindestens 30% hinter dem Niveau der umliegenden Länder zurück. Weil die Abgabenlasten auf den Lohn in Ungarn extrem hoch ausfallen, steigt der Rückstand bei den Nettolöhnen auf über 40% an. Die augenscheinlichste und zugleich sensibelste Abweichung ergibt sich in Relation zu den slowakischen Löhnen. Die dortigen Unternehmen der Automobilindustrie saugen deshalb in verstärktem Maße Mitarbeiter insbesondere aus Nordwestungarn ab. Weil die Wettbewerbsfähigkeit der einheimischen Firmen stark divergiert, sieht KFIB-Geschäftsführer Balázs Romhányi die Lösung kurzfristig in erster Linie in sinkenden Abgabenlasten der Arbeitgeber, längerfristig in einem Umbau des Bildungssystems.

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