Elektroswing ist ein Musiktrend, den man lieben oder auch hassen kann. Fakt ist, losgetreten im Jahre 2010 überrollte die Elektroswingwelle samt Schuhpomade, Schiebermütze und Tanzkursen die Nachtclubs aller europäischen Großstädte. Wo man früher zum rhythmischen Boom-Boom-Boom das Handgelenk kreisen lies, wurden plötzlich komplexe Tanzschrittabfolgen aus der Zeit unserer Großeltern hervorgekramt und das alles zu einer Musik, die Elemente von Swing, Dixieland, Charleston, Jive und Gospel mit modernen Club-Sounds vereint. Parov Stelar ist eines der Pionierprojekte des Elektroswing, sozusagen der Musikact, mit dem alles begann. Das machte Marcus Füreder, den Mann hinter Parov Stelar, zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten der modernen Musikgeschichte.

Doch schon lange, bevor sich der Österreicher das Pseudonym Parov Stelar zulegte, war Füreder bereits als DJ und Produzent in der Clubszene unterwegs. Der am 27. November 1974 in Linz geborene Musiker veröffentlichte bereits 2001 unter eigenem Namen und dem Pseudonym Plasma erste Musikstücke. 2003 gründete er das Label Etage Noir und feierte schließlich 2004 mit dem ersten Parov Stelar Album „Rough Cuts“ seinen Durchbruch. Bis heute hat Füreder 13 Alben veröffentlicht und über 600 Liveshows gespielt.

Legendärer Partylöwe

Marcus Füreder, der dafür bekannt ist, dass er zu seinen Auftritten im schnöseligen Zwanziger-Jahre-Outfit erscheint, sagte einmal in einem Interview: „Das Leben besteht nicht nur aus Party.“ Doch zumindest als Parov Stelar sorgt er am 28. November in der Budapest Aréna garantiert für eine. Schließlich sind seine Auftritte schon fast legendär dafür, dass mehr als ausgelassen getanzt wird. So sehr sogar, dass Parov Stelar im August in Wien zu einer Geldstrafe von 18.000 Euro verurteilt wurde, da das Publikum bei einem seiner Auftritte zu wild getanzt habe. Ein Beamter urteilte, dass es sich daher bei dem Event nicht mehr um ein Konzert, sondern eine Tanzveranstaltung handelte und somit die in Wien dafür übliche Vergnügungssteuer fällig wurde.

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Als Vorband für Parov Stelar heizen übrigens die aus Pécs in Südungarn stammenden Hip-Hop-Legenden von Punnany Massif dem Publikum ein. Die in ständig wechselnder Besetzung auftretenden Jungs rund um Bandgründer Máté Felcser und Roland Farkas sind für ihre gesellschaftskritischen Texte und energiegeladenen Bühnenshows bekannt.


Parov Stelar und Punnany Massif

Einlass: 28. November ab 19 Uhr

Veranstaltungsort: Budapest Aréna, XIV. Bezirk, Stefánia út 2

Tickets: 1.500 Forint

Weitere Informationen und Tickets unter www.mvmwintermagic.hu und www.eventim.hu


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