Für Kraftstoffe mussten die Verbraucher noch 3,9% weniger bezahlen als im September 2015, allerdings stiegen die Kraftstoffpreise im September im Vergleich zum August allein um 3% an. Die Inflation befindet sich im Einklang mit der Prognose des Wirtschaftsministeriums, im verbleibenden Teil des Jahres rechnet es nicht mit starken inflationären Auswirkungen, sagte Ágnes Hornung, Staatssekretärin für Finanzfragen im Wirtschaftsministerium, auf einer Pressekonferenz.

Der Trend habe sich seit 2013 nicht wesentlich verändert, die Verbraucherpreise sind stabil, für die ungarische Wirtschaft ist eine gedrosselte Inflation charakteristisch. In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurde lediglich ein leichter Anstieg um 0,1% registriert. Hornung hob hervor, die größten Gewinner der nachhaltig niedrigen Teuerungsrate sind die Familien, die Kaufkraft der Löhne und Renten ist wertbeständig. Die steigenden Reallöhne kurbeln den Konsum an. Die niedrige Inflation erleichtert den Unternehmen die Finanzierung neuer Investitionen. Die Teuerungsrate 2016 wurde bisher durch mehrere bedeutende Regierungsmaßnahmen beeinflusst, so beispielsweise die Senkung der Mehrwertsteuer von Schweinefleisch auf 5%. Beigetragen zur gedrosselten Teuerung haben aber auch die niedrigen Öl- bzw. Kraftstoffpreise. Ein weiterer externer Effekt ist der Deflationsdruck der europäischen Wirtschaft.

Bis zum Dezember könnte die Inflation auf 1% ansteigen, im gesamten Jahr 2016 jedoch niedriger als die Prognose des Konvergenzprogramms von 0,4% ausfallen, sagte Hornung weiter. Der deutliche Rückgang des Anstiegs der Verbraucherpreise nach 2010 zeige, dass die ungarischen Reformen greifen. Alle makrowirtschaftlichen Indikatoren Ungarns haben sich verbessert, dies erkennen inzwischen auch die Ratingagenturen und der Internationale Währungsfonds (IWF) an.

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