Es sei deutlich effizienter, vor Ort zu helfen, um der Migration vorzubeugen. Es müssen Reformen auf den Weg gebracht werden, damit weniger Menschen das Land verlassen, betonte der Minister. Ungarn stellt einen Niedrigzins-Hilfskredit von 5 Mio. Euro bereit. Szijjártó betonte, Ungarn habe bislang schon viel zur Verbesserung der Lage in Afghanistan getan, die Regierung hat, um die Ursachen für die Krise zu beheben, nun entschieden, weitere Hilfe bereitzustellen.

Die Kreditaufnahme ist jedoch an Bedingungen geknüpft: So müssen unter Einbeziehung von ungarischen Unternehmen Entwicklungsprogramme erstellt werden. Zudem müssen die Afghanen die internationalen und mit der EU eingegangenen Vereinbarungen einhalten, die die Migration ausbremsen sollen, erklärte Szijjártó weiter. Gegenwärtig dienen 101 ungarische Soldaten in Afghanistan. Ungarn hat bis 2020 seine Verpflichtung verlängert, wonach die Ausbildung und Arbeit der afghanischen Sicherheits- und Schutzkräfte jährlich mit 500.000 Euro unterstützt wird. Dies alles beweise, dass Ungarn in Verbindung mit der Migration nicht nur leere Worte findet, sondern auch handelt.

Szijjártó betonte, Afghanistan sei eine der „Quellen der Migrationskrise“, von hier kam 2015 die zweithöchste Anzahl an illegalen Einwanderern nach Europa. Zudem leben in Pakistan 3, im Iran 2,5 Mio. afghanische Flüchtlinge. Allein nach Ungarn kamen im vergangenen Jahr 46.670 Asylbewerber aus Afghanistan, in diesem Jahr haben bereits 10.097 Afghanen Asylantrag in Ungarn eingereicht.

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